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SUMMARY:König Lear
DESCRIPTION:<p>„Welche von euch liebt mich am meisten?“\, fragt König 
 Lear seine drei Töchter Goneril\, Regan und Cordelia\, um sein Reich nach
  dem beschworenen Liebesbekenntnis gerecht unter ihnen aufzuteilen. Doch e
 r verrechnet sich: Ausgerechnet seine liebste Tochter Cordelia weist den L
 iebeswettbewerb zurück und fordert stattdessen Ehrlichkeit. Lear – auß
 er sich vor Wut – verbannt sie und teilt sein Land unter den anderen bei
 den Töchtern auf. Bedingung: Er und sein Gefolge werden Monat für Monat 
 abwechselnd von einer der beiden verpflegt und untergebracht. Doch Goneril
  und Regan sind dieser Forderung schnell überdrüssig\, wollen ihn loswer
 den und entmachten ihn bei der erstbesten Gelegenheit. Der einstmals groß
 e König\, gänzlich auf die nackte menschliche Existenz reduziert\, verf
 ällt zunehmend dem Wahnsinn\, von allen verlassen – außer seinem Hofna
 rren. Da kommt Meldung aus Frankreich\, dass die verbannte Cordelia ein He
 er aufgestellt hat\, um ihn zu retten und gegen die eigenen Schwestern zu 
 kämpfen. Eine beispiellose Gewaltspirale wird in Gang gesetzt. An ihrem E
 nde sind alle tot. Fast.</p><p>Wie sieht&nbsp\;es heute aus\, wenn ein Her
 rscher abtritt und sein Land oder seinen Besitz der nächsten Generation 
 übergibt? Ändern sich damit Machtstrukturen? Thomas Melle bleibt in sein
 er Bearbeitung zwar nah an der Handlung des Originals\, verschiebt jedoch 
 wichtige Akzente hin zu einem zeitgemäßen Generationenkonflikt und katap
 ultiert das Stück auch sprachlich ins Heute\, in eine Welt im Umbruch. In
  dieser Welt kämpfen verfeindete Lager mit Hilfe von „alternativen Wahr
 heiten“\, niemand diskutiert miteinander\, stattdessen ringen alle hasse
 rfüllt um Deutungshoheit. Doch was hält die Weltgemeinschaft noch zusamm
 en\, wenn sie von keiner gemeinsam geteilten Wahrheit mehr getragen wird?<
 /p><p>In der Regie von Lars-Ole Walburg\, bekannt in Kassel unter anderem 
 als Regisseur von&nbsp\;Singletreff&nbsp\;(UA)\,&nbsp\;Auf Wache&nbsp\;(UA
 ) und&nbsp\;Der Funke Leben&nbsp\;(UA)\, entwickelt sich Shakespeares grau
 same Tragödie zu einem düsteren Sinnbild für unsere moderne Gesellschaf
 t\, in der sich verschiedene Weltanschauungen und Realitäten ohne Kommuni
 kationsbereitschaft unversöhnlich gegenüberstehen – und Machtgier die 
 einzige Konstante bleibt.</p><p>In Kooperation mit dem Fachgebiet Literatu
 rwissenschaft Anglistik und Amerikanistik der Universität Kassel.</p>
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LOCATION:Friedrichsplatz 15\, 34117 Kassel
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