Musical: Cabaret

Berlin zu Beginn der 30er Jahre: Ein dreckiger, vor allem aber ein aufregender Ort für Künstler:innen, Intellektuelle, Menschen aller Herkünfte und Schichten. Die pulsierende Metropole zieht auch den jungen amerikanischen Schriftsteller Cliff Bradshaw in ihren Bann. Überwältigt landet er im legendären Kit-Kat-Club und trifft auf Sally Bowles. Die englische Sängerin heizt der feiernden Menge ordentlich ein und auch Cliff wickelt sie mit Leichtigkeit um den kleinen Finger. Die beiden werden ein Paar – und für einen Augenblick wirkt es, als würde die große Party niemals enden. Auch Cliffs Pensionswirtin Fräulein Schneider hat einen neuen Geliebten, den Gemüsehändler Schultz. Doch bei der Verlobungsfeier der beiden zeigt sich, was die Theaterzuschauer:innen längst ahnen: Die Hochzeit platzt, denn Schultz ist Jude – und der aufkeimende Nationalsozialismus zeigt seine hässliche Fratze. Aus einstigen Freunden werden politisch Kämpfende, Solidarität wird auf den Prüfstand gestellt und selbst die Liebe beugt sich Angst und Opportunismus. Dass dabei etliches erschreckend gegenwärtig wirkt, macht Cabaret zu einem Stück der Stunde.

Komponist John Kander zeichnet mit den zahlreichen revueartigen Nummern des Kit-Kat-Clubs, mit typischen Jazz-Rhythmen und der vom Ragtime inspirierten Musik die grandiosen Klangwelten der Weimarer Republik nach. Henriette Hörnigks bereits an der Oper Halle gefeierte Inszenierung schwelgt nicht nur im Lebensgefühl der ausgehenden Goldenen 20er, sondern hebt die sich anbahnende politische Katastrophe kurz vor der Machtergreifung durch die Nazis hervor, dass einem auf der Bühne und im Zuschauerraum das Lachen im Halse stecken bleibt.

Eintrittspreis

19 €

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