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CIE. STILL/MOTION: SO WHAT? - EIN ENDSTÜCK

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Premiere.  So what - ein Endstück ist der zweite Teil einer Trilogie vom "Anfang zum Ende". Beschäftigte sich der erste Teil "things waiting to happen" (2018) mit dem Moment des Anfangs/des Anfangens, dem Moment der Instabilität und den darin enthaltenen Möglichkeiten, soll es in So what - ein Endstück um das Ende/das Enden gehen.
Ist das Ende Stillstand?
  Das Ende setzt einen Punkt. Oder lässt den Raum offen.
Musikalisch wie dramaturgisch: das Ende kündigt sich an: durch Verdichtung, durch Durchlässigkeit. Eine spezielle Spannung wohnt beidem inne. Die Erwartung des Endes schürt Unsicherheit, denn das Ende öffnet den leeren Raum.
.... um wieder zu beginnen mit unbekanntem Ende.
Das einzig Konstante ist die vergehende Zeit, die Anfang wie Ende immanent ist.
Das Ende ist schon im Anfang, und doch macht man weiter.
So sind sich Anfang und Ende verbunden: beide fallen ins Unvorhersehbare.
Die Auflösung des Zeitkontinuums zugunsten von Ereignissen ohne Referenz, ruft eine gewisse Verlorenheit der Menschen hervor. Erinnern ohne Relevanz für das persönliche Leben? Der Stillstand, die verharrende Pose, das Standbild oder der verhallende Klang als Bild für die Aufhebung linearer Zeitgesetzmäßigkeiten. Die Erwartung schürt das Überraschungsmoment des nächsten Schrittes.
Und dann? Und dann? Und dann? ...
So What? - Ein Endstück ist eine intermediale Performance aus zeitgenössischem Tanz, Neuer Musik, Sprache und Videoprojektion.

Akteur*innen

Miranda Glikson (Au): Freischaffende Tänzerin und Choreografin, arbeitete mit verschiedenen Gruppen u.a. mit dem Queensland Ballet, The Royal New Zealand Ballet, dem Singapore Dance Theatre, Produktionen der freien Szene in Deutschland und mehrere Jahre mit der Tanzkompanie Gießen. Momentan ist sie in unterschiedlichen Improvisations-Zusammenhängen tätig sowie regelmäßiger Gast bei dem Neue Musik Ensemble Gießen Improvisers Pool.

Bettina Helmrich (D): Freischaffende Tänzerin, Choreographin. Ihre Arbeit begreift sie als Schnittstelle zwischen darstellender und bildender Kunst, zwischen narrativer und abstrakter Bewegungssprache. In ihren TanzStücken stellt sie durch die Verknüpfung der Medien Tanz und Video eine sich ständig verändernde Zeit- und Raumwahrnehmung her. Die entstehenden Bilder in ihrer Flüchtigkeit lassen Irritationen und Grenzgänge zu.

Marianne Schuppe (CH): Sängerin und Komponistin, lebt in Basel und arbeitet an den Übergängen von Musik und Sprache. Seit Mitte der achtziger Jahre international tätig als Sängerin und Vokalistin mit Arbeitsfeld zeitgenössische Musik, einschließlich Uraufführungen, solistischer Tätigkeit, Improvisation und interdisziplinärer Projekte.

Georg Wolf (D): Bassist im Bereich des Free Jazz und improvisierte Musik, angesiedelt in der hessischen Musikszene und in international besetzten Formationen mit Cecil Taylor, Gunther Christmann, Berry Guy, u.a.

Wolfgang Schliemann (D): Perkussionist in den Bereichen Neue / Improvisierte Musik, Klangkunst und Performance arbeitend. National und international tätig. Beteiligung an Projekten mit medienübergreifenden Konzepten (mit Tanz, Theater, Film, bildender Kunst u.a.), bevorzugt raumbezogenes Arbeiten mit synästhetischer Ausrichtung.
  Texte von E. Jelinek (Kein Licht: Prolog) sowie die transformierte Ouvertüre für Kontrabass und Pauken von Ph. Glass (Musik zu Samuel Beckett's Endspiel) und apokalyptische Videofragmente bilden die äußeren Umstände des Stückes, das an der Schnittstelle zwischen Narration und Abstraktion siedelt.

Die Guckkastenbühne wird aufgehoben und das Stück wird ereignishaft an unterschiedlichen Orten im Raumes inszeniert. Das Publikum ist Teil des Bildes im bespielten Raum. Einzelne, immer wieder endende Ereignisse, die nebeneinander ohne Entwicklung stehen, nehmen Bezug zur digitalisierten Welt, in der es kein Zeitkontinuum mehr gibt.
Das Auflösen unseres linearen Zeitkontinuums durch Digitalisierung, Medien oder Globalisierung verändert unsere Wahrnehmung und unser Erinnern. Ereignisse finden statt. Punkt. Ohne Bezug zueinander zu nehmen. Dadurch verändert sich die Orientierung in Raum und Zeit. Permanent endet etwas, während etwas Anderes beginnt und wiederum endet. Dieser Zustand hinterlässt eine gewisse Instabilität im Sein. Die Ereignisse lassen sich nicht mehr einordnen oder zuordnen. Wie erinnern wir im Zustand der Ereignisflut?
Ereignisse in Medien sind nach wenigen Tagen vergessen. Hinterlassen keine Spuren.
Ereignisse kehren nicht wieder oder werden nicht als wiederkehrende Ereignisse wahrgenommen. Permanent neu.
Die Frage nach den Enden ist auch eine Frage nach dem Erinnern des Vorangegangenen,
Vergangenen. Das Erleben von Zeit wird ein anderes. Ein Ziel ist es, das durch das Projekt zu erforschen und physisch zu erfahren und erfahrbar zu machen.
  Eintrittspreise: 16,- € | ermäßigt 12,- €
Kartentelefon: 0561.787 20 67 (i.d.R. Mo.-Fr. 9-13 Uhr)
Nutzen Sie unser  Formular zur Kartenvorbestellung
Weitere Infos: www.bettinahelmrich.com

Veranstaltungsort

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