3. Sinfoniekonzert – Winterträume

Der Winter erscheint hier als politische Metapher, biblisches Drama und persönliche Klangvision. Jean Sibelius’ Finlandia entstand 1899 im Kontext nationaler Unterdrückung und wurde rasch zu einem musikalischen Symbol finnischer Identität. Johan Wagenaars sinfonische Dichtung Saul e David greift die alttestamentarische Geschichte in spätromantischer Tonsprache auf. 

Im Zentrum dieses Konzertes steht aber Tschaikowskys 1. Sinfonie Winterträume, ein frühes Werk, in dem der Komponist atmosphärische Bilder mit klassischen Formen verbindet. Tschaikowsky sprach selbst von „Träumen eines winterlichen Weges“. Das Konzert verbindet persönliche Handschrift und historische Aussagekraft. Dieses Spannungsfeld prägt die Musikgeschichte des Staatsorchesters Kassel seit Jahrhunderten. Dirigent des Abends ist der Niederländer Otto Tausk. Der Chefdirigent des Vancouver Symphony Orchesters kehrt nach seinem erfolgreichen Kasseler Debüt im Jahr 2022 wieder einmal an das Pult des Staatsorchesters zurück.

 

Jean Sibelius Finlandia op. 26

Johan Wagenaar Saul e David op. 24

Peter I. Tschaikowsky 1. Sinfonie g-Moll op. 13 Winterträume