„Netz gegen Hetz“ - Führung durch die neue Ausstellung

Eine gute jüdische Tradition ist es, mit einer Frage auf eine Gegenfrage zu antworten. Auf diesem Prinzip basiert auch der Einstieg in die neue Ausstellung „Netz gegen Hetz“ des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben in Kassel. Ab Mitte Juli 2021 können Besucherinnen und Besucher die Vielfalt jüdischer Perspektiven gewissermaßen „erfragen“. Und dabei vermutlich auch die Erkenntnis machen, dass viele Dinge miteinander verwoben und verknüpft sind, einfache Lösungen oder Deutungen bei komplexen Fragen versagen …

Darauf deutet auch der gleichzeitig verspielte, aber auch ernst gemeinte Titel der Ausstellung, die von Geschäftsführerin Ilana Katz und Leiterin Elena Padva konzipiert worden ist. In mehreren Räumen werden verschiedene, aber stets beziehungsreiche Aspekte des jüdischen Lebens thematisiert, wie in einem großen Gewebe. Fragen nach Erinnerung, nach der Notwendigkeit von Dialog, dem Entstehen, Weitergeben und Entgegentreten von (Vor-)Urteilen, Zusammenhalt und Kooperation und vieles mehr.

Das geschieht mit Objekten, Audioinstallationen, Filmen, Bildern und Texten. Im Mittelpunkt steht aber nicht das Gezeigte, sondern immer die Besucherinnen und Besucher selbst: Sie sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen und so aktiv in das Netzwerk einzutreten.

Weitere Informationen: www.sara-nussbaum-zentrum.de/netzgegenhetz, auf Facebook (www.facebook.com/saranussbaumzentrum) und Instagram (www.instagram.com/saranussbaumzentrum)

Eintrittspreis

kostenlos