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Hello hello, turn your radio on.
Ist da jemand, da draußen?
Dieser Radiocoaster ist ein Theaterstück. Und zugleich die erste Sendung. Wir senden live. Wir senden aus verschiedenen Jahren. Wir senden von der Bühne.
On air wird moderiert, aus Archiven gelesen, Thomas Mann spricht zu den Deutschen Hörern, dazwischen: Musik. Die Kasselänerin Elisabeth Selbert, eine der vier Mütter des Grundgesetzes kämpft unermüdlich für die Formulierung des Artikel 3: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Off air und on stage gehen Beziehungen in die Brüche, Geschichten entwickeln sich parallel – das kleine Leben neben dem großen Rauschen. Doch die Außenwelt dringt nach und nach in das Studio ein; Geschichten, Schicksale, Zeiten überlagern sich, kippen ineinander. Lieder werden zu Szenen. Szenen werden Realität. Realität wird wieder Radio.
Someone found a letter you wrote me on the radio.
Ein Brief. Ein Geständnis, das eigentlich privat war – und plötzlich öffentlich. Liebe wird verlesen. Gefühle werden ausgestrahlt. Familienkonstruktionen entstehen und zerfallen zwischen Nachrichtenmeldungen und Jingles. Politik unterbricht Intimität. Intimität unterwandert Politik.
Radio, live Transmission.
Das Radio war immer ambivalent. Es war mehr als Unterhaltung: Es war Warnsystem. Zuflucht. Liebesbote. Widerstand. Radio Free Europe. Zensierte Stimmen. Ein Sprachrohr für Propaganda. Und gleichzeitig der Ort, an dem ein Lied spielte, das man nie vergessen hat.
This won’t be played on your radio tonight.
Genau hier beginnen die Lücken. Das Ungesendete, was nur im Live-Raum, auf unserer Bühne passieren kann.
Dance, dance, dance to the radio.
Joy Division trifft Donna Summer. R.E.M. trifft Shakespears Sister. Kitsch wird ernst genommen.
End of beginnings, ich fühls! ist ein Abend über Zeit und Gleichzeitigkeit. Über Liebe und Kampf. Über Exil und Zuhause. Über Stimmen, die gehört werden – und über jene, die verschwinden.
Turn the volume up.
Vielleicht hören Sie etwas, das Sie schon lange gesucht haben.