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Personal von Schulen und Kitas nimmt Impfangebot sehr gut an

Insgesamt fast 4.000 Impfungen gegen das Coronavirus sind in den vergangenen drei Tagen im Impfzentrum der Stadt Kassel verabreicht worden.

Parallel zu den regulären Impfungen für die höchste Priorisierungsgruppe der bundesweit geltenden Impfverordnung wurden etwa 2.000 freiwillige Impfungen für das Personal von Kasseler Grund- und Förderschulen sowie aus der Kindertagesbetreuung durchgeführt.

Die Sondertermine für diese Berufsgruppen, bei denen Impfstoff des Herstellers AstraZeneca verabreicht wurde, fanden jeweils in den Nachmittags- und Abendstunden statt und wurden sehr gut angenommen. Innerhalb von knapp fünf Stunden wurden an den drei Tagen jeweils rund 690 Impfdosen an Personal aus Kitas und Schulen verabreicht. Auch am heutigen Freitag, 5. März, wird pädagogisches Personal geimpft. Diese sind nach einem Bund-Länder-Beschluss bei der Corona-Impfung in die zweite Impfpriorisierungsstufe aufgerückt. 

Impfungen sind wichtiger Beitrag zur Sicherstellung von Betreuung und Unterricht

"Die große Impfbereitschaft des pädagogischen Personals ist ein starkes Signal", sagt Oberbürgermeister Christian Geselle. "Die Impfung schützt nicht nur sie selbst, sondern zugleich die betreuten Kinder. Das nimmt hoffentlich auch besorgten Eltern ein gutes Stück der Unsicherheit."

Unmittelbar nachdem der Bund die Priorisierungsgruppe 2 erweitert habe, habe man in Kassel reagiert und im Impfzentrum entsprechende Zeitfenster für rasche Impfungen dieser Berufsgruppen eingerichtet, erklärt Geselle. "Damit wollen wir in der Stadt die Betreuung in den Kitas und die Möglichkeit auf Präsenzunterricht in den Schulen noch besser sicherstellen."

"Mit ihrer hohen Bereitschaft, sich impfen zu lassen, zeigen die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher neben dem Aspekt der Sicherheit wie wichtig ihnen die Bildung und die Kinder selbst sind. Sie leisten außerdem einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber auch wenn jetzt Impfungen erfolgt sind, ist die Gefahr durch die Pandemie noch nicht vorbei", ergänzt Bildungs- und Jugenddezernentin Ulrike Gote.

Das Impfzentrum hatte mit kurzem Vorlauf die Impfbereitschaft beim Personal in den 36 städtischen Kitas, den 113 Kindertageseinrichtungen freier Träger, unter den rund 90 Tagesmüttern und -vätern sowie bei den etwa 1.300 Lehrkräften von Grund- und Förderschulen im Stadtgebiet abgefragt. In dem Zuge hat auch das nicht-pädagogische Personal, zum Beispiel Hausmeister und Beschäftigte in Schulsekretariaten, Angebote für Impfungen mit dem Wirkstoff AstraZeneca erhalten. Anhand der rechtzeitig eingegangenen Rückmeldungen wurden jeweils individuelle Sondertermine vergeben.

Erzieherin Sarah Bärthel auf dem Weg zur Impfung
Erzieher Alexander Becker lässt sich impfen

Schutz durch Impfungen: Erzieherinnen und Erzieher äußern sich positiv

Einer, der das Impfangebot dankend angenommen hat, ist Alexander Becker. Der 25-Jährige aus Kassel arbeitet als Erzieher in der städtischen Kindertagesstätte Forstbachweg und hat in seinem Umfeld miterlebt, was SARS-CoV-2 mit einem Körper anrichten kann. "Ich kenne Menschen, die ans Beatmungsgerät mussten", schildert er, "das möchte ich selbst nicht erleben." Für ihn ist das Impfen ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. "Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto mehr Schutz gibt es für jeden Einzelnen." 

Dass seine Berufsgruppe mittlerweile früher geimpft werden kann als ursprünglich vorgesehen, begrüßt der 25-Jährige: "Wir als Erzieherinnen und Erzieher haben nun einmal viel Kontakt mit anderen, weshalb es wichtig ist, dass wir uns und die Kinder bestmöglich schützen." 

Auch seine Kollegin Sarah Bärthel hat sich für die Impfung entschieden. "Sie ist ein Schutz für mich, für meine Kolleginnen und Kollegen sowie für die Kinder, die wir hier betreuen", sagt die 35-Jährige. Sorgen wegen möglicher Nebenwirkungen direkt nach der Impfung macht sie sich nicht: "Diese nehme ich lieber in Kauf als eine Corona-Erkrankung und die Folgen, die daraus möglicherweise entstehen." 

Praxistage: Anschreiben an insgesamt 650 Praxen in Kassel

Ab heute sind erneut die vom Land Hessen angekündigten  "Praxistage" im Impfzentrum der Stadt Kassel geplant. Dazu erfolgte eine Bedarfsabfrage bei allen Praxen, die bei den ersten "Praxistagen" am vergangenen Wochenende nicht eingeladen waren. Zudem sind allen Praxen, die das Angebot am vergangenen Wochenende nicht wahrgenommen haben, erneut angeschrieben worden. Alle Termine hierzu sind bereits vergeben. Unmittelbar nach der Ankündigung des Landes Hessen waren insgesamt 650 Praxen in Kassel angeschrieben worden. 

"Im Impfzentrum werden wir wie am vergangenen Wochenende weitere Impfstraßen öffnen und zusätzliches Personal bereitstellen", sagte Oberbürgermeister Geselle. Auch die Öffnungszeiten werden für die "Praxistage" wieder ausgeweitet. Kassels Oberbürgermeister: "Dieses Impfangebot ermöglicht dem medizinischen Personal der Arztpraxen jetzt bei unmittelbarem Patientenkontakt noch besseren Schutz gegen das Virus." 

Hintergrund: Mehr als 32.000 Impfungen seit Ende Dezember

Seit Ende Dezember sind in der Stadt Kassel gegen COVID-19 insgesamt 32.000 Impfungen verabreicht worden (Stand: Donnerstag, 4. März 2021). Das sind 6.000 mehr als noch in der Woche zuvor. Unter den geimpften Personen sind auch Menschen, die aus benachbarten Städten und Gemeinden stammen. Die Zahl der Impfungen hängt von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, deren Beschaffung über den Bund und die Europäische Union läuft.

Alle Informationen gibt es auf  www.kassel.de/coronavirus

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