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Kassel wird smart! Ideen auf dem Weg zur Smart City

Die Stadt Kassel startet in die gemeinsame Entwicklung einer gesamtstädtischen
Smart City-Strategie. Oberbürgermeister Geselle: „Die ganze Stadtgesellschaft ist
eingeladen, diesen Prozess mitzugestalten.“

Als „Modellprojekt Smart City“ wurde die Stadt Kassel vom Bundesinnenministerium als eine von bundesweit 32 Kommunen für eine Förderung ausgewählt. In den kommenden sieben Jahren stehen ihr rund elf Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung, um eine Smart City-Strategie und konkrete Umsetzungsprojekte zu erarbeiten. Dadurch gewinnt der bereits 2018 von Oberbürgermeister Christian Geselle eingeleitete Prozess hin zur Smart City weiter an Dynamik. „Das ist eine besondere Chance für unsere Stadt“, sagt Geselle. Digitale Technologien sollten in Kassel als Instrument zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden – für mehr Teilhabe und mehr gesellschaftliches Miteinander. Zudem gelte es, die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung durch innovative Geschäftsmodelle und neue Wege der Kooperation auszuschöpfen.

Workshops und Smart Night zum Digitaltag am 18. Juni

Zum bundesweiten Digitaltag am 18. Juni stellt die Stadt Kassel in der 1. Kasseler Smart Night ab 18 Uhr ihr Modellprojekt sowie erste Handlungsfelder und Beteiligungsmöglichkeiten vor. Durch das Kasseler Programm führt der Futurologe Max Thinius. Neben einer Entdeckungstour durch die digitale Vielfalt Kassels, die die Chancen der Zukunft für alle direkt erlebbar macht, werden zum Auftakt die unterschiedlichen Facetten einer Smart City aus Bürgersicht beleuchtet. Oberbürgermeister Christian Geselle spricht im Interview mit Schülern des Schülerforschungszentrums Nordhessen über seine Vision einer smarten Stadt. Eine Anmeldung zur Online-Veranstaltung ist ab sofort kostenlos möglich unter  http://bit.ly/smartnightks (Öffnet in einem neuen Tab). Die ersten 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich anmelden, bekommen als kleines Dankeschön für ihre Bereitschaft sich einzubringen eine Überraschung zugeschickt.

Über den bundesweiten Digitaltag verteilt finden darüber hinaus Online-Workshops statt: Unter dem Motto „Let‘s get smart, Kassel!“ können Neugierige und Interessierte gemeinsam mit Oberbürgermeister Christian Geselle und Schnellzeichner Daniel Stieglitz Zukunftsbilder einer smarten Stadt Kassel entwerfen. Und am Beispiel einer Nachbarschafts-App zeigt Prof. Klaus David von der Universität Kassel auf, wie sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel digital in ihrer Nachbarschaft vernetzen können. Das gesammelte Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung der App ein. Anmeldungen können ab sofort per E-Mail an  smartkasselde gerichtet werden. Detaillierte Informationen zu diesen Workshops und weiteren Angeboten aus Kassel zum Digitaltag – etwa des Naturkundemuseums und der Volkshochschule – sind abrufbar unter  kassel.de/smart.

Alle sind eingeladen, die Digitalstrategie für Kassel gemeinsam zu entwickeln

Oberbürgermeister Christian Geselle lädt zum Mitmachen ein: „Bei allen Überlegungen zur Smart City steht in Kassel der Mensch im Mittelpunkt. Technische Neuerungen und digitale Instrumente sollen so eingesetzt werden, dass sich die Lebensqualität verbessert. Deswegen ist mir eine breite Beteiligung so wichtig. Alle sind eingeladen, daran mitzuwirken: Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen ebenso wie Akteure aus der lokalen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsam möchten wir darüber reden, was die Stadt Kassel und ihre Stadtteile smart macht und was es für die Stadtbevölkerung bedeutet, smart zu sein. Ich freue mich auf den Dialog.“

Dazu wird das Smart Kassel-Büro im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters analoge und digitale Beteiligungsformate anbieten, darunter einen Bürgerinnen- und Bürgerrat, Ideenwettbewerbe, eine Crowdfunding-Aktion und vieles mehr. 

Sowohl für die zweijährige Entwicklung der gesamtstädtischen Smart City-Strategie als auch für die daran anschließende fünfjährige Umsetzungsphase gilt, dass die Stadtgesellschaft eng eingebunden wird. „Indem wir bereits die Strategieentwicklung auf eine breite Basis stellen, schaffen wir zugleich Akzeptanz für die spätere Umsetzung der konkreten Projekte“, erklärt Geselle. Erste wirksame Maßnahmen werden aber auch schon in den ersten beiden Jahren des Förderzeitraums gemeinschaftlich gestaltet und eingeleitet. 

Digitale Infrastruktur noch weiter ausbauen für mehr Lebensqualität

Nicht nur in der Bürgerbeteiligung will die Stadt Kassel neue und innovative Wege gehen. Die Digitalisierung eröffnet vielfältige Handlungsoptionen für ein effizientes, nachhaltiges Stadtmanagement und für die Erreichung bestehender stadtpolitischer Ziele. In den für die Stadt Kassel wichtigen Bereichen Leben & Wohnen, Energie & Umwelt und Mobilität trägt die intelligente Vernetzung und Nutzung neuer Technologien dazu bei, die Lebensqualität der Kasseler Bürgerinnen und Bürger sowie die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu steigern. „Für die integrierte Stadtentwicklung liegen hier große Potenziale“, betont Geselle. 

Mit dem Ausbau eines umfassenden Glasfasernetzes, einem eigenen Internetknoten und einem Pilotprojekt zum Thema Sensorik auf LoRaWAN (Long Range Wide Area Network)-Basis verfügt die Stadt schon jetzt über eine leistungsstarke digitale Infrastruktur. Oberbürgermeister Geselle: „Darauf wollen wir jetzt weiter aufbauen. Wir freuen uns darauf, voneinander zu lernen und gemeinsam im Dialog Perspektiven für ein smartes Kassel zu erarbeiten.“ 

Hintergrund:
Mit den „Modellprojekten Smart Cities“ fördert die Bundesregierung die digitale Modernisierung der Kommunen. Das Ziel sind lebenswerte und handlungsfähige Städte, Gemeinden und Landkreise, die neue Technologien in den Dienst der Menschen und übergeordneter Ziele des Gemeinwohls stellen. Orientierung dabei gibt die „Smart City Charta“ des Bundesinnenministeriums. Die Stadt Kassel stützt sich auf die Leitlinien der Charta und verbindet mit der digitalen Transformation einen partizipativen Gestaltungsauftrag. Smarte Technologien sollen in Kassel dazu beitragen, die Lebens- und Standortqualität zu erhöhen, Ressourcen zu schonen und für mehr Miteinander und soziale Teilhabe zu sorgen.

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