Stadt schreibt Einwohnerinnen und Einwohner ab Oktober an

Um die finanziellen Belastungen bei den rapide steigenden Energiekosten im Zuge des Ukraine-Krieges abzumildern, hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 18. Juli 2022 beschlossen, allen Kasseler Einwohnerinnen und Einwohnern auf Antrag sukzessive ab Oktober einmalig 75 Euro Energie-Geld auszuzahlen.

Die Maßnahme ist im gerade beschlossenen Nachtragshaushalt 2022 finanziell hinterlegt. 

Dazu erhalten – vorbehaltlich der Genehmigung des Nachtragshaushaltes durch die Kommunalaufsicht – sukzessive ab Oktober 2022 alle antragsberechtigten rund 205.000 Einwohnerinnen und Einwohner ein individualisiertes Anschreiben. Das Schreiben wird alle notwendigen Informationen zur Beantragung des Einwohner-Energie-Geldes enthalten. 

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Einwohnerinnen und Einwohner Kassels, die innerhalb der Zeit zwischen dem 1. Oktober 2022 und dem 31. März 2023 mit alleiniger Wohnung oder Hauptwohnung in Kassel gemeldet sind. Dazu zählen Erwachsene ebenso wie Kinder. Eine vierköpfige Familie könnte somit zum Beispiel Energie-Geld in Höhe von 300 Euro beantragen. 

Für den Fall, dass alle Kasseler Einwohnerinnen und Einwohner einen Antrag stellen, beträgt der Leistungsaufwand etwa 15,4 Millionen Euro. Oberbürgermeister Christian Geselle: „Die gute wirtschaftliche Situation der Stadt Kassel gibt diese sozialpolitische Maßnahme in der Krisenzeit her.“ 

Die Idee zum Energie-Geld hatte Geselle bereits im März dieses Jahres entwickelt. Sie ist als Teil einer städtischen Gesamtstrategie zur Energieversorgungssicherheit und Energiepreisstabilität für die kommende Zeit eine kurzfristige und unbürokratische Unterstützung. 

Es werden und wurden bereits weitere Projekte zum Umbau der Energieversorgung in der Stadt Kassel mit Investitionen in hohem zweistelligen Millionenbereich vorangetrieben. U.a. der Ausbau des Fernwärmenetzes im Stadtgebiet, die Errichtung von sogenannten Hybridheizungen in insgesamt 145 Wohnobjekten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft sowie Investitionen in das Müllheizkraftwerk.