Start im Impfzentrum Kassel geglückt

Als eines von sechs regionalen Impfzentren in Hessen hat das Impfzentrum der Stadt Kassel heute offiziell seinen Betrieb aufgenommen. „Der Start ist dank unserer sehr guten Vorbereitung mit erfolgreich absolvierten Testläufen und des hoch motivierten Personals reibungslos verlaufen“, erklärte Oberbürgermeister Geselle.

Zufrieden mit dem Start im Impfzentrum der Stadt Kassel: Torsten Müller (von links, Ärztlicher Leiter), Oberbürgermeister Christian Geselle, Thomas Schmidt (stellvertretender Leiter Feuerwehr Kassel) und Martina Pfeffermann (stellvertretende Leiterin Gesundheitsamt Region Kassel)

Ab 9 Uhr morgens wurden in der Großsporthalle Auepark in Kassel die ersten Personen aus Nordhessen nach vorheriger Terminvereinbarung gegen das Coronavirus geimpft. Bis 17 Uhr wolle man 90 Personen der höchsten Prioritätsstufe, die sich über die Anmeldeplattform oder die Servicenummer des Landes Hessen angemeldet haben, impfen. Zusätzlich werden rund 70 Personen aus dem Rettungs- und Sanitätsdienst heute ebenfalls noch geimpft.  

Angesichts der noch überschaubaren Impfstoffmengen laufe der Betrieb im Impfzentrum zu Beginn nicht unter Volllast, sagte Christian Geselle. Auf die Bestellung des Impfstoffs habe die Stadt Kassel nun mal keinen Einfluss. Bereits im Laufe der Woche werde sich die Anzahl der Impfungen im Impfzentrum aber schon fast verdreifachen. Insgesamt wurden für das Impfzentrum der Stadt Kassel zunächst bis 8. Februar 2021 fast 5.000 Termine vergeben.  

Das Impfzentrum der Stadt Kassel wird zunächst für ganz Nordhessen, also auch für Bewohnerinnen und Bewohner der Landkreise Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner zuständig sein. Von den angemeldeten Personen kamen am ersten Tag 28 aus der Stadt Kassel, 34 Personen aus dem Landkreis Kassel, 13 Personen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, neun Personen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg sowie sechs Personen aus dem Werra-Meißner-Kreis.  

Insgesamt waren zum Start im Impfzentrum über 50 Mitarbeitende in ganz unterschiedlichen Funktionen im Einsatz – darunter zwei Ärzte und vier medizinische Assistentinnen in zunächst zwei Impfstraßen. Oberbürgermeister Geselle betonte, dass bei ausreichenden Mengen an Impfstoff im Impfzentrum mehrere 1.000 Personen am Tag geimpft werden könnten. Dafür könne das Personal jederzeit aufgestockt und weitere Impfstraßen in Betrieb genommen werden. Bis jedoch ausreichend Impfstoff – für dessen Beschaffung der Bund zuständig ist – zur Verfügung stehe, seien leider weiterhin Geduld und Ausdauer gefragt, sagte Geselle. Jeder Impfwillige werde im Laufe des Jahres ein Impfangebot erhalten.  

Weniger als eine halbe Stunde dauere bisher ein Impftermin, sagte Torsten Müller, medizinischer Leiter des Impfzentrums der Stadt Kassel. Nach erfolgter Anmeldung im Eingangsbereich und kurzer Wartezeit dauere der eigentliche Impfvorgang mit Aufklärungsgespräch etwa fünf Minuten. Anschließend folge eine kurze Beobachtungsphase von rund 15 Minuten in einem weiteren Wartebereich. So sollen denkbare Unverträglichkeiten gegen das Impfmittel schnell festgestellt werden. 

Parallel zum Betrieb im Impfzentrum sind auch am heutigen Dienstag, 19. Januar, vier sogenannte mobile Impfteams – bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, medizinischen Fachkräften und weiterem Personal – im Einsatz. Sie haben im Laufe des Tages etwa 260 Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal von Kasseler Senioren- und Pflegeeinrichtungen geimpft. Sie erhalten bereits die notwendige Zweitimpfung. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von besonders belasteten Kasseler Kliniken erhalten heute ihre erste oder zweite Impfung. 

Alle Informationen gibt es auf  www.kassel.de/impfzentrum (Öffnet in einem neuen Tab)

Anneliese Heine (rechts) erhält die Impfung von Angelika Beslekoev