Louis Scheuch GmbH zieht in Gewerbepark Kassel-Niederzwehren

Die Louis Scheuch GmbH verlagert ihren Hauptsitz von der Fiedlerstraße auf ein etwa 3,1 Hektar großes Grundstück im Gewerbepark Kassel-Niederzwehren. Im Gegenzug verkauft das Unternehmen das rund 15.000 Quadratmeter große Firmengrundstück im Stadtteil Nord-Holland an die Stadt Kassel.

Firmensitz der Louis Scheuch GmbH, (v.l.n.r.) Christian Geselle (Oberbürgermeister), Jutta Meißner (Geschäftsführerin der Louis Scheuch GmbH), Peter Ley (Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel)

Diese plant, auf dem freiwerdenden Areal einen neuen, modernen Bildungspark als Ersatz für die sanierungsbedürftige Hegelsbergschule zu entwickeln. 

„Dies wird eine der größten bildungs- und sozialpolitischen Investitionen im Stadtgebiet und speziell im Kasseler Norden“, erklärte Oberbürgermeister und Liegenschaftsdezernent Christian Geselle. „Wir haben jetzt eine große Chance, den Stadtteil Nord-Holland attraktiv weiterzuentwickeln.“ 

Firma Scheuch bleibt Standort Kassel erhalten

Geselle dankte Scheuch-Firmeninhaberin Jutta Meißner für die angenehmen Verhandlungen und die Bereitschaft, das Grundstück in der Fiedlerstraße trotz anderer Angebote an die Stadt zu veräußern. „Die Louis Scheuch GmbH ist ein alteingesessenes Kasseler Familienunternehmen. Es freut mich sehr, dass wir dem auf Baumaschinen und Baugeräte spezialisierten Unternehmen mit dem Grundstück im Gewerbepark Kassel-Niederzwehren eine attraktive Möglichkeit bieten konnten, sich am Standort Kassel zu erweitern. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es war, das Lange Feld als Gewerbegebiet für Unternehmen mit Expansionsbedarf weiterzuentwickeln.“

„Der Umzug in ein modernes Gewerbegebiet mit perfekter infrastruktureller Anbindung und Nähe zur Stadt ist für uns ein entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung der Louis Scheuch GmbH“, sagte Geschäftsführerin Jutta Meißner. „Mit dem Grundstück im Langen Feld in Kassel Niederzwehren erhalten wir alle Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Wir freuen uns sehr, dass unser Standort in der Fiedlerstraße, an dem Louis Scheuch 1953 den Grundstein legte und wir seit fast 70 Jahren unser Unternehmen betreiben, in Zukunft für die Weiterentwicklung der Kasseler Nordstadt einen entscheidenden Beitrag leisten wird.“

Der Grundstücksvertrag mit der Louis Scheuch GmbH und der Stadt Kassel wurde im vergangenen Monat unterzeichnet. 

Verlagerung der Hegelsbergschule in den „Bildungspark Nord“ 

Auf dem Gelände an der Fiedlerstraße in der Nähe des Nordstadtparks wird im Rahmen des umfangreichen Schulbau- und -sanierungsprogramms ein kind- und jugendgerechter „Bildungspark Nord“ entstehen. Diesem soll neben der geplanten sechszügigen Gesamtschule mit neu angegliederter dreizügiger Grundstufe für bis zu 1.200 Schülerinnen und Schüler auch die Elisabeth-Knipping-Schule angehören. Die berufliche Schule ist Teil des Schulbau- und –sanierungsprogramms. Dort werden in fünf Berufsfeldern 2.400 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. 

Geselle: „Gemeinsam mit der in direkter Nachbarschaft gelegenen Elisabeth-Knipping-Schule wird zentral im Stadtteil ein moderner Lern- und Lebensort entstehen. Wir wünschen uns, dass er für alle Generationen einladend und integrierend wirkt und auch die Lebensqualität des Stadtteils aufwertet.“ Angrenzende Institutionen wie das Kultur- und Jugendzentrum Schlachthof und die Volkshochschule, aber auch die Universität sollen mit ihrer Arbeit in den Bildungsverbund integriert werden.

Der Neubau soll in einigen Jahren die sanierungsbedürftige Hegelsbergschule ersetzen. Der derzeitige Standort ist aufgrund seiner Lage am Rand des Stadtteils suboptimal und auch nicht erweiterbar. Eine Sanierung des aktuellen Schulgebäudes ist zudem wirtschaftlich nicht vertretbar. 

Hintergrund

Mit dem Ersatzneubau der Hegelsbergschule wird im Schulbau- und -sanierungsprogramm ein Entwicklungsprozess fortgesetzt, der baulich mit der Offenen Schule Waldau seinen Anfang nahm und dem noch weitere Projekte folgen. Durch die Gründung der stadteigenen Stadt Kassel Immobilien GmbH & Co. KG und die Zusammenarbeit mit der GWGpro wurde ein umfassender Planungs- und Bauprozess initiiert, der Schulbau auch als Teil von „Bildung ermöglichen“ und „Stadt machen“ begreift. Von Anbeginn sind die wichtigsten Akteure vor Ort wie Lehrerkollegium, Eltern und Lernende im Prozess involviert.

Im Zuge der sogenannten „Phase Null“ wurden in den letzten zehn Monaten an der Schule Hegelsberg vielfältige Strukturentscheidungen pädagogisch vorbereitet und getroffen; gleichzeitig wurde ein Entwicklungsleitbild für diesen Bereich des Stadtteils Nordstadt erarbeitet.