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Meilenstein für die Erneuerung der Schleuse Kassel erreicht

Der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, und Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle haben die Grundlagen für einen nutzergerechten Ersatz der Stadtschleuse Kassel geschaffen. Die Schleuse wurde der Stadt jetzt für einen symbolischen Euro verkauft.

Eine Finanzierungsvereinbarung regelt die Beteiligung des Bundes an einem Schleusenneubau. Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen wurde die Unterzeichnung der Verträge am 14.04.2020 in Kassel und am 12.05.2020 in Bonn vollzogen.

Prof. Dr.-Ing Hans-Heinrich Witte:

„Es war unser gemeinsames Ziel, für Kassel weiterhin eine optimale wassertouristische Nutzung im Bereich der Schlagd und auf der Fulda zu ermöglichen. Ich freue mich sehr, dass dies jetzt gelungen ist. Die vertraglichen Voraussetzungen sind geschaffen, der Weg ist geebnet. Die Übernahme der Hälfte der Planungs- und Baukosten durch den Bund sichert die konsequente Umsetzung des Projekts."

Der bauliche Zustand der Schleuse Kassel hatte sich in der Vergangenheit soweit verschlechtert, dass 2016 der Betrieb aus Sicherheits-gründen bis auf Weiteres eingestellt wurde.

Die wassertouristische Nutzung der Schleuse ist von großem Interesse für die Stadt Kassel und die Region. Unter der Voraussetzung, dass die Stadt die Schleuse in ihr Eigentum übernimmt, kann sich der Bund an den Kosten für den Ersatz der Schleuse beteiligen. Bereits Ende 2018 hatten der Bund, das Land Hessen und die Stadt Kassel in einer Absichtserklärung zugesichert, dieses Projekt gemeinsam zu verfolgen. Die Stadt Kassel und das Land Hessen werden jeweils ein Viertel der erforderlichen Investitionen übernehmen.

Oberbürgermeister Christian Geselle:

„Mit der Grundstücksübertragung haben wir einen historischen Meilenstein erreicht. Nach fast 70 Jahren ist die Schleuse nun wieder im städtischen Eigentum. Wir sind dem Ziel, die Stadtschleuse schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen und Schifffahrt, Wassersport und Tourismus auf der Fulda in Zukunft wieder zu ermöglichen, einen großen Schritt näher gekommen."

Planung und Bau der neuen Schleuse liegen in der Federführung des städtischen Eigenbetriebs KASSELWASSER. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser, Hann. Münden, berät die Planenden aufgrund seiner Revierkenntnisse aber auch wegen des unmittelbar benachbarten Fuldawehrs, das im Eigentum des Bundes bleiben wird. Die Stadt Kassel beabsichtigt, den Neubau der Stadtschleuse in 2023 abzuschließen.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel

Stadt Kassel
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