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Stadt Kassel untersagt Zusammenkünfte ab 100 Personen

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Stadt Kassel untersagt Zusammenkünfte ab 100 Personen – Weitere Einrichtungen geschlossen

Übersicht der bestätigten Fälle der Atemwegserkrankung COVID-19, verursacht durch den Erreger SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren, im Bereich des Gesundheitsamts Region Kassel:

Stadt Kassel: 10 infizierte Personen

Landkreis Kassel: 12 infizierte Personen

Zwei der infizierten Personen werden derzeit in Krankenhäusern in Kassel behandelt. Alle anderen befinden sich ebenso wie die bislang etwa 420 Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Sowohl die Infizierten als auch die Kontaktpersonen, werden bisher täglich durch das Gesundheitsamt kontaktiert.

Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Zahl der Betroffenen sei aber davon auszugehen, dass die Kapazitäten auf Dauer nicht ausreichen werden. Die Kontaktpersonen werden dann nicht mehr tägliche Anrufe erhalten, sondern diese tragen für sich selbst Verantwortung.

Zusammenkünfte ab 100 Personen untersagt

Nach der neuen Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus des Landes Hessen vom Samstagabend, 14. März, hat der Verwaltungsstab unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Geselle beschlossen, die schon gültige Allgemeinverfügung der Stadt Kassel anzupassen. Danach gilt ab Montag, 16. März, dass Zusammenkünfte ab einer Zahl von 100 Personen bis einschließlich 30. April 2020 untersagt sind. Das trifft auch auf private Veranstaltungen zu. Sonderreglungen im Hinblick auf Ansammlungen gelten für Einzelhandelsbetriebe, Betriebstätten, Restaurants und Gastronomiebetriebe.

 Bei Zusammenkünften von weniger als 100 Personen gelten die Auflagen, dass Teilnehmer sich lückenlos registrieren müssen und ausreichend Schutz vor Infektionen sowie für entsprechende Hygienemaßnahmen zu sorgen ist. Handlungsleitend dafür sind unter anderem die „Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“ des Robert-Koch-Instituts.

Zudem sind Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen jeglicher Art durch Individualverfügungen bis 30. April 2020 untersagt worden in Bowlinganlagen, Fitnesscenter, Tanzschulen, Kulturzentren, Stadtteilzentren, private Theater und Konzerteinrichtungen, Museen, Ausstellungshäuser, Stadtbibliothek, Spielhallen, Wettbüros, die Spielbank, Bäder und Kurhessen-Therme. Für den Vereinssport ist der Spiel- und Trainingsbetrieb vorerst komplett ausgesetzt worden.

Weiterhin Kontrollen nach Einschränkungen – Dank für Verständnis

Nach den ersten am Donnerstag ausgesprochenen Einschränkungen für das öffentliche Leben hat die Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit der Polizei Einrichtungen kontrolliert, inwiefern die Untersagungen eingehalten worden sind. Auch in den kommenden Tagen wird weiterhin kontrolliert werden.

Nach Erkenntnissen der Einsatzkräfte seien während des Wochenendes deutlich weniger Menschen auf den Straßen und in den Einrichtungen unterwegs gewesen. Viele verhielten sich sehr umsichtig und diszipliniert, berichteten Einsatzkräfte.

„Wir möchten uns ausdrücklich bei allen für das Verständnis bedanken“, erklärte Oberbürgermeister Christian Geselle. „Wenn wir weiterhin gemeinsam so besonnen vorgehen, bin ich zuversichtlich, dass wir diese schwierige Situation gemeinsam meistern.“

ÖPNV wird aufrechterhalten – Fahrplan angepasst

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wird den Öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten, allerdings werden Busse und Bahnen ab der kommenden Woche nach einem lageangepassten Fahrplan fahren. Zudem werden die Hygienemaßnahmen noch einmal verstärkt.

Kontakt zur Stadt Kassel

Ab Montag, 16. März 2020, erhalten Bürgerinnen und Bürger wieder unter der Servicerufnummer 115 wie gewohnt Informationen. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ab sofort verstärkt auf das städtische Online-Angebot zurückzugreifen. Dort werden Informationen auf www.kassel.de/coronavirus fortlaufend aktualisiert.

Hinweis an die Redaktionen: Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte gibt das Gesundheitsamt Region Kassel keine weiteren Informationen über die persönlichen Umstände erkrankter Personen bekannt.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: pressekasselde

Pressesprecher:
Claas Michaelis
Michael Schwab

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