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Stadt dankt Aktiven des Corona-Krisentelefons

Mit einem Empfang, der zu anderen Zeiten angemessen gewesen wäre, konnte sich die Stadt zwar nicht bedanken - eine Einladung ins Rathaus gab es am Donnerstag aber trotzdem für die rund 20 Aktiven des Corona-Krisentelefons in Kassel.

Bürgermeisterin Ilona Friedrich (in Pink) und Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote (in Blau) dankten den Mitwirkenden des Corona-Krisentelefons, darunter vorn am Geländer Prof. Dr. Heidi Möller und Birgit Köhler als Leiterin der psychotherapeutischen Hochschulambulanz (in Gelb).

Mit Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote sprachen gleich zwei Dezernentinnen mit den Studierenden des Masterprogramms „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ der Universität Kassel über ihr besonderes Projekt in den ersten Wochen der Pandemie. 

Die Hotline, die ausdrücklich keine medizinische Beratung, aber Hilfe in Not angeboten hatte, war am 31. März an den Start gegangen und bis zum 22. Mai sieben Tage in der Woche besetzt. Wegen großer Nachfrage wurde die Erreichbarkeit bald zeitlich ausgedehnt, von 10 bis 20 Uhr statt ursprünglich bis 18 Uhr. Initiiert hatte das Corona-Krisentelefon Prof. Dr. Heidi Möller, die das Fachgebiet Theorie und Beratung an der Universität Kassel leitet und selbst ausgebildete Psychotherapeutin ist. 

„Niemand sollte mit der Ausnahmesituation der Pandemie allein fertig werden müssen. Mit dieser Zielsetzung sind Sie zu gefragten Ansprechpartnerinnen und –partnern geworden“, betonten Friedrich und Gote. Dank ihrer fachlichen Ausbildung hätten die Studierenden viele Menschen versiert beraten können, ob bei Ängsten, Einsamkeit oder zu ganz praktischen Problemen im Alltag wie der Kinderbetreuung. 

Aber nicht nur die Anruferinnen und Anrufer, auch die Expertinnen und Experten selbst haben profitiert: Mit dem Krisentelefon absolvierten sie ihre klinischen Praktika in einer Zeit, in der es angesichts der Pandemie anderswo kaum Praktikumsstellen gab. Eines ist also ganz sicher: Die Erfahrungen dieser Zeit werden den Studierenden für ihr weiteres (berufliches) Leben zugutekommen. 

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