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Schillerstraße wird zur Fahrradstraße

Gemeinsam mit Rothenditmolds Ortsvorsteher Hans Roth hat Verkehrsdezernent Dirk Stochla jetzt den 560 Meter lange Abschnitt mit den entsprechenden Markierungen und Verkehrszeichen eröffnet.

„Gerade auf der Schillerstraße bietet eine Fahrradstraße enorme Vorteile für Radfahrende, da sich die Fahrtstrecke zwischen Rothenditmold und dem Stadtzentrum deutlich verkürzt“, hob Stochla hervor. „Wer mit dem Rad unterwegs ist, kommt jetzt direkter und komfortabel in die Innenstadt.“ Bislang mussten Radfahrende für diesen Weg einen Umweg entlang von Hauptverkehrsstraßen in Kauf nehmen. Nun stehe die direkte Verbindung über die Schillerstraße zur Verfügung.

„Autoverkehr ist zu Gast auf Fahrradstraßen“

„Fahrradstraßen sind ein wirksames Instrument, um dem Radverkehr mehr Aufmerksamkeit zu geben und ihn zu fördern“, sagte Stochla. „Denn der Autoverkehr ist nur zu Gast auf einer Fahrradstraße. Radfahrende haben Vorrang.“ 

Auch Rothenditmolds Ortsvorsteher Hans Roth freut sich über die Teileinrichtung: „Der Ortsbeirat Rothenditmold begrüßt von ganzem Herzen die Einrichtung der Schillerstraße zwischen Clara-Immerwahr-Straße und Uferstraße als Fahrradstraße und Erfüllung eines lang gehegten Wunsches aus dem Stadtteil für eine fahrradfreundliche Verbindung zur Innenstadt. Die Krönung der Maßnahme wäre, wenn auch das Teilstück zwischen Philippistraße und Uferstraße als reine Fahrradstraße freigegeben wird und damit die Zugänglichkeit zur Schillerstraße für Fahrradfahrende in beide Richtungen erleichtert wird.“

Gemeinsam mit der Radverkehrsbeauftragten der Stadt Kassel Anne Grimm betonte Stochla, dass weitere Fahrradstraßen im Stadtgebiet ausgewiesen werden sollen. Das geht auch aus dem kürzlich vorgestellten Programm „Baustein Zukunft – Radverkehr“ hervor, das insgesamt 86 Projekte umfasst. 

Nach wie vor sei das Ziel, auch den unteren Abschnitt der Schillerstraße bis zur Philippistraße als Fahrradstraße auszuweisen, sagte Grimm. Da aber noch nicht klar sei, wann alle Regelungen und Gestattungen dafür vorliegen, habe die Stadt entschieden, erst einmal den ersten Teilabschnitt freizugeben.

Auf der Schillerstraße werde der Radverkehr in doppelter Hinsicht gefördert, so Stochla. Denn ab sofort dürfen Radfahrende offiziell zwischen der Uferstraße und der Clara-Immerwahr-Straße auch in Richtung Kulturbahnhof fahren, was bislang noch nicht erlaubt war

Zudem können Radfahrende die grundsätzlichen Vorteile einer Fahrradstraße nutzen, weil sie nebeneinander fahren dürfen. In der Fahrradstraße sind Anliegerverkehre durch Zusatzzeichen zugelassen. Das bedeutet, dass der Kfz-Verkehr aus Richtung Kulturbahnhof in Richtung Uferstraße bzw. Philippistraße unter besonderer Rücksichtnahme weiterhin fahren darf. Für alle Verkehrseilnehmer gilt innerhalb einer Fahrradstraße Tempo 30. 

Die Einrichtung der Fahrradstraße wird über das Programm Nahmobilität des Landes Hessen gefördert. Die Kosten liegen bei etwa 35.000 Euro.

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