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„Wir haben ein Ohr für Euch“: Fachkräfte mit Engagement

Auch wenn die pädagogischen Fachkräfte in den Kasseler Kindertagesstätten seit 16. März 2020 nur in der Notbetreuung tätig sein können, sind sie weiterhin im Kontakt mit Eltern und Kindern – und sie gehen dabei kreative Wege.

Ein Beispiel ist das Projekt „Wir haben ein Ohr für Euch“ der Fachkräfte aus den Kindertagesstätten der Stadt Kassel. 

Dabei wurden in den vergangenen Wochen viele Telefonate geführt, in denen sie zunächst mit Eltern aber häufig auch mit den Kindern sprachen. Die Fachkräfte erkundigten sich zum einen, wie Eltern und Kinder die jetzige Situation erleben, und bewältigen. Zum anderen gaben sie in vielen Fällen auch Hinweise für hilfreiche, strukturierende oder motivierende Angebote sowie bekannte Rituale aus den Kitas.

Gote: Kindertagesbetreuung lebt von Partnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften
„Kindertagesbetreuung lebt von der Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften, die auch in einer für Familien herausfordernden Zeit gestaltet werden muss und neue Wege der Begleitung erfordert“, hob Jugenddezernentin Ulrike Gote hervor. Durch den telefonischen Kontakt könnten Eltern und Fachkräfte die Beziehung aufrechterhalten und im gegenseitigen Austausch sowohl Herausforderungen des Alltags aber auch individuelle Entwicklungen betrachten. 

In ähnlicher Weise engagieren sich auch die Einrichtungen der freien Träger in der Stadt Kassel für ihre Kinder und ihre Familien, betonte Gote. „Die Corona-Krise ist natürlich vor allem eine große Herausforderung für die Familien und alleinerziehenden Eltern, die nun oftmals ihre Berufstätigkeit und die Betreuung ihrer Kinder unter einen Hut bringen müssen. Und es sicher auch nicht leicht für die Kinder selbst, ohne ihre Freundinnen und Freunde und ohne den Spielplatz oder Sportverein.“ 

Weiter sagte Ulrike Gote: „Es ist aber auch eine neue und ungewohnte Situation für das Kita-Personal. Deshalb gilt mein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Kindertagesstätten und der freien Träger gleichermaßen für die Notbetreuung und die vielen Angebote, die sie den Familien auch über die Distanz hinweg machen.“

Kitas halten weiter kreativen Kontakt mit Familien
Neben der direkten Kommunikation im Rahmen von „Wir haben ein Ohr für Euch“ wurden in den städtischen Kitas weitere Wege gesucht, um im Kontakt zu bleiben und Familien zu unterstützen. Es wurden Elternbriefe mit Anregungen für die „Coronazeit“ oder Malvorlagen per Email geschickt. Kinder erhielten Briefe oder Karten von „ihrer“ Erzieherin oder „ihrem“ Erzieher, dass die pädagogischen Fachkräfte sich freuen, wenn die Kinder wieder bei ihnen sind.

Kreativ wurde auch das Thema Traurigkeit und Angst von pädagogischen Fachkräften bearbeitet, welche mit dem selbst produzierten Video des Katers Miaurizio und einer Geschichte zur Entspannung eine liebevoll gestaltete Unterstützung für die Familien bereitstellten. Das Video ist zu finden unter https://youtu.be/0IUtgobpQ5g.

Die Rückmeldung der Leiterin einer städtischen Kita lautete: „Die Kolleginnen haben heute mit großem Erfolg viele Familien angerufen und sehr wertschätzende Telefonate geführt. Es war für beide Seiten sehr rührend und schön voneinander zu hören.“

„Die Kolleginnen und Kollegen der städtischen Einrichtungen werden auch in der bevorstehenden Zeit im Kontakt mit Kindern und Eltern bleiben, persönliche und kreative Kontakte unterstützen in dieser schwierigen Zeit und signalisieren: ,Wir haben ein Ohr für Euch - gemeinsam sind wir stark!‘“, kündigte die Leiterin des Amts Kindertagesbetreuung Antje Kühn an. „Das Amt Kindertagesbetreuung Kassel bedankt sich bei allen pädagogischen Fachkräften für ihr großes Engagement und ihre Wertschätzung den Familien gegenüber. Es macht Freude, zu sehen, wie die pädagogischen Fachkräfte sich ihren Kindern verpflichtet fühlen. Dies zeigt deutlich: Erzieherin oder Erziehers zu sein, ist nicht einfach nur ein Beruf, sondern eine Berufung.“

Aktion von Kindern und Eltern für die Kitamitarbeiterinnen und Kitamitarbeiter der Kita Eichwald

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

Stadt Kassel
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