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Geselle: Anteilnahme und Solidarität mit Betroffenen

Die Stadt Kassel ist tief erschüttert und schockiert über den mörderischen Angriff auf Menschen und den feigen Anschlag auf die Jüdische Gemeinde in Halle an der Saale. Das sagte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle.

"Den Angehörigen der Opfer gilt unser tiefes Mitgefühl. Der betroffenen jüdischen Gemeinde, allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens sowie der Stadt Halle drücken wir unsere Anteilnahme und Solidarität aus. Dieser menschenfeindliche Angriff eines offenbar rechtsextremistischen Täters galt uns allen, unserer Gesellschaft und unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung", betonte er.

Angesichts des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke am 2. Juni dieses Jahres durch einen mutmaßlich rechtsextremistischen Täter und der Ermordung des Mitbürgers Halit Yozgat am 6. April 2006 durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) sei die Betroffenheit in Kassel besonders groß.

Geselle: "Antisemitismus, Menschen- und Fremdenhass haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Dem treten wir entschieden entgegen. Wir müssen jetzt noch fester gegen jeden Versuch zusammenstehen, unsere Gesellschaft durch Hetze, Hass, Extremismus und Gewalt zu spalten."

Geselle erinnerte daran, dass rund 10.000 Menschen in Kassel und der Region nach Lübckes Ermordung bei der Kundgebung unter dem Motto "#Zusammen sind wir stark!" vor dem Regierungspräsidium am 27. Juni ein eindrucksvolles Zeichen für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit gesetzt haben. Noch einmal 10.000 Menschen zeigten mit friedlichen Aktionen und Demonstrationen am 20. Juli klare Kante gegen Rechtsextremismus.

Als Zeichen der Betroffenheit und Solidarität wurde vor dem Rathaus in Kassel die Israel-Flagge gehisst. In Briefen an den Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand, und an die Jüdische Gemeinde Kassel drückte Geselle die Anteilnahme und Solidarität der Stadt aus.

In diesem Jahr hat die Stadt Kassel zum ersten Mal eine Auszeichnung mit dem Titel "Kasseler Demokratie-Impuls" ausgeschrieben. Gewürdigt werden sollen herausragende wissenschaftliche Arbeiten sowie tiefgreifende, analytische journalistische Arbeiten, welche Rassismus, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt in der Gesellschaft thematisieren und sich insbesondere mit Rechtsextremismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus auseinandersetzen. Die Ausschreibung soll bundesweit erfolgen. Sie ist verbunden mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und soll jährlich verliehen werden.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

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