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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am Montag, 25. November, schließt sich Kassels Frauendezernentin Ulrike Gote den aktuellen Forderungen an, nicht länger hinzunehmen, dass auch in Deutschland täglich Tötungsdelikte gegen Frauen verübt werden. Deshalb findet ein Protest- und Trauermarsch statt.

"Dass in unserem Land so viele Frauen Gewalt und Mordversuchen ausgesetzt sind, nur, weil sie Frauen sind, können wir nicht länger hinnehmen", erklärt Gote. So seien 141 Frauen im Jahr 2017 von ihren Partnern getötet worden. 

"Die Zahlen sind schockierend. Wir müssen diese Gewalt gegen Frauen mit allen Möglichkeiten des Rechtsstaats bekämpfen. Gewalt gegen Frauen darf nicht länger verharmlost werden und wir müssen das Hilfesystem so ausbauen, dass Frauen effektiv geschützt werden. Dazu hat sich Deutschland durch die Istanbul-Konvention verpflichtet", erinnert Gote.

Am 25. November wird ab 16.30 Uhr ein Protest- und Trauermarsch stattfinden, der auf die erschreckend hohe Zahl von Morden an Frauen in Deutschland hinweisen will. Gestartet wird am Stern. Es soll den Opfern gedacht und ihnen eine Stimme gegeben werden. Die Organisator*innen fordern eine effektive Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Organisiert wird die Demonstration vom Autonomen Frauenhaus Kassel. Das Kasseler Frauenbündnis, zu dem auch das Frauenbüro der Stadt gehört, ruft dazu auf, sich zu beteiligen.

Die Kritik von Frauenverbänden richtet sich darauf, dass in vielen Fällen, in denen Frauen durch Partner oder Ex-Partner getötet werden, von "Beziehungstaten", oder - wenn auch Kinder betroffen sind - von "Familiendramen" gesprochen wird. Gefordert wird, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, dass es auch bei uns Femizide gibt. Laut Definition der WHO sind Femizide durch hierarchische Geschlechterverhältnisse motivierte Morde an Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts. 

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wird seit den frühen 80er-Jahren von zivilgesellschaftlichen Organisationen begangen. Seit 1999 hat auch die UN diesen Gedenk- und Aktionstag offiziell aufgegriffen.

Die Frauenrechtsorganisation terre des femmes ruft rund um diesen Tag zu einer Fahnenaktion "frei leben – ohne Gewalt" auf, an der sich die Stadt Kassel seit vielen Jahren beteiligt.

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