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Bombe entschärft - Stadt dankt Einsatzkräften

Die am Montag, 6. Mai, bei Sondierungsarbeiten in der Karlsaue gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am späten Abend um 21.54 Uhr mit der Zerstörung des Zünders erfolgreich entschärft.

Nachdem die insgesamt rund 280 Einsatzkräfte den Sperrbereich in der Kasseler Südstadt zwischen Frankfurter Straße und dem Auedamm geräumt hatten, konnten die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt ihre Arbeit erledigen. Die 250 Kilo schwere Fliegerbombe, die 120 kg Sprengstoff enthielt, war am nördlichen Ende des Aueteiches in etwa 1,6 Metern Tiefe gefunden worden. Von den Sicherheitsbehörden wurde daraufhin ein Sperrbereich von 700 Metern um die Fundstelle festgelegt. Der Radius richtete sich dabei nach der Größe der Bombe, der Auffinde-Tiefe und der Bebauung im betroffenen Gebiet.

In diesem Fall bedeutete dies, dass zunächst ein Sperrbereich von 250 Metern um die Fundstelle eingerichtet wurde. Daraufhin wurden ausgewählte Objekte wie das Auebad über den Fund informiert. Das Bad musste daraufhin den Betrieb einstellen. Dasselbe galt für die Kunsthochschule und zwei Kindertagesstätten. 

Insgesamt waren von der Räumung etwa 4.000 Menschen Betroffen. Für 40 Personen wurde von den Hilfsorganisationen der Transport in die Betreuungsstelle organisiert. In der Betreuungsstelle in der Sporthalle Am Auepark wurden insgesamt 210 Personen betreut und verpflegt. Einige der Betroffenen verbrachten hier den gesamten Nachmittag bis in den Abendstunden die Entschärfung bekanntgegeben wurde. Betrieben wurde die Betreuungsstelle von ehrenamtlichen Kräften des DRK neben den Einsatzteams, die den Bereich zu Fuß geräumt hatten. Abschließend hatten ein Hubschrauber der Polizei und eine Drohne des DRK das Gebiet überflogen.

Zur Warnung der Bevölkerung fand neben der üblichen Pressearbeit auch die Nutzung der mittlerweile etablierten Warn-App NINA statt. Außerdem erfolgte die Kommunikation mit Betroffenen über den städischen Facebook und Twitter Account unter dem #notfallKS.

Ursprünglich war die Entschärfung der Fliegerbombe 19 Uhr vorgesehen. Die Räumung des Sperrbereiches verzögerte sich jedoch, da die Absperrungen immer wieder von Personen missachtet wurden. Erst gegen 21.10 Uhr konnte sicher festgestellt werden, dass sich niemand mehr im Sperrbereich befand. Der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstand begann umgehend dann mit der Entschärfung.

Vor Ort wurden alle Maßnahmen von der Technischen Einsatzleitung der Feuerwehr Kassel koordiniert. Zudem wurde in den Räumen der Feuer- und Rettungswache 1 ein Stab einberufen, in dem die Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Organisationen und Behörden die umzusetzenden Maßnahmen vorbereiteten und abstimmten.

Vor Ort informierte sich auch Brandschutzdezernent Dirk Stochla. Oberbürgermeister Christian Geselle ließ sich laufend über die Situation vor Ort unterrichten. Beide bedanken sich namens der Stadt bei allen Einsatzkräften sowie Helferinnen und Helfern. Ein Dankeschön ging auch an die Betroffenen für die Mitarbeit bei der Räumung des Sperrbereichs.

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