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Hochwasser-Lage entspannt sich

Die Hochwasser-Lage im Kasseler Osten an Losse und Wahlebach hat sich im Laufe des Dienstags entspannt. Am Abend gab es im Stadtgebiet noch etwa 56 Einsatzstellen, wo zumeist Keller unter Wasser standen. In der Spitze waren der Feuerwehr Kassel 132 Einsatzstellen gemeldet worden.

Hauptschwerpunkt der Arbeiten ist ein Firmengelände an der Ochshäuser Straße, dort stehen weite Teile der Gebäude großflächig unter Wasser. Offenbar in Folge des Hochwassers schlug ein Tank mit 50.000 Litern Heizöl Leck. Der Gefahrgutzug der Berufsfeuerwehr wurde alarmiert und sicherte die Gefahrenstoffe. Zeitweise trat auch eine unbekannte Menge einer Säure aus. 

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war am Dienstagmittag im Ortskern von Alt-Bettenhausen. Dort wurde die angrenzende Wohnbebauung mit Sandsäcken vor dem stark steigenden Wasser der Losse geschützt. 

Menschen kamen bei der Hochwasser-Lage nicht zu Schaden. An mehreren Liegenschaften in den Stadtteilen Bettenhausen, Forstfeld und Waldau entstanden aber erhebliche Sachschäden. 

Am Mittag verschafften sich Oberbürgermeister Christian Geselle und Brandschutzdezernent Dirk Stochla vor Ort einen Eindruck von der Hochwasserlage. Sie sprachen den Einsatzkräften ihre Anerkennung aus: „Das Sturmtief Axel hat durch den Starkregen viele ehrenamtliche und hauptamtliche Einsatzkräfte in Kassel gefordert. Herzlichen Dank für Ihren engagierten Einsatz für unsere Sicherheit.“ 

Am Mittag retteten Einsatzkräfte ein älteres Ehepaar aus einem Wohnhaus an der Nürnberger Straße, das rundherum von Wasser umgeben war. Nachdem in dem Gebäude der Strom ausgefallen war und das Ehepaar nicht mehr allein aus dem Haus kam, riefen die Eheleute die Feuerwehr um Hilfe. Einsatzkräfte brachten die sehbehinderte Frau und ihren Ehemann mit einem Schlauchboot in Sicherheit.

Insgesamt waren 272 Frauen und Männer von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Deutschem Roten Kreuz sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) im Einsatz. Zur Unterstützung forderte die Einsatzleitung Katastrophenschutzkräfte aus den Kreisen Schwalm-Eder und Werra-Meißner an. Sie entlasteten im Laufe des späten Nachmittags und des Abends die Einsatzkräfte, die seit den Morgenstunden im Dauereinsatz waren.

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