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Einbürgerungen in Kassel auf stabilem Niveau: 569 Menschen erhielten 2018 einen deutschen Pass

569 Frauen und Männer aus 86 Nationen haben im vergangenen Jahr in Kassel die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Der größte Teil der eingebürgerten Menschen stammt aus der Türkei (84), dahinter folgen Afghanistan (38) und Polen (36). Damit sind die Einbürgerungszahlen in Kassel in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, als 567 einen deutschen Pass erhielten. 2016 waren es 547 Menschen.

Bei der traditionellen Einbürgerungsfeier der Stadt Kassel im Rathaus begrüßte Oberbürgermeister Christian Geselle die neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit einem lateinischen Sprichwort: „Ubi bene, ibi patria“ bedeutet in der Übersetzung: „Wo es mir gutgeht, da ist mein Vaterland.“ Mit dem Empfang bei der Einbürgerungsfeier zeige die Stadt, wie viel ihr daran liegt, „dass Sie sich in unserem Land gut aufgenommen und in Kassel zu Hause fühlen“, betonte Geselle.

Frau nahm Einbürgerungsurkunde unter Tränen in Empfang

Eine Einbürgerung sei mehr als ein bürokratischer Akt, sagte Geselle weiter. Hinter den Verfahren stecken vor allem menschliche Schicksale und ganz grundsätzliche Entscheidungen. Deutlich sei das an einem bewegenden Beispiel geworden, das Geselle schilderte. So habe eine Frau ihre Einbürgerungsurkunde unter Tränen in Empfang genommen.

„Unzählige Einwanderer sind dankbar, dass ihnen unser Land und unsere Stadt eine Zukunft eröffnen, ihnen Rechtssicherheit bietet und sie in einer rechtstreuen Gesellschaft leben“, sagte Geselle über die Beweggründe vieler. „Einbürgerungen sind ein Gewinn für unsere Stadt. Sie machen Kassel reicher, bunter und vielfältiger in allen Lebensbereichen auf dem Weg zum besten Zuhause.“ Deswegen habe die Stadt vor drei Jahren eine Einbürgerungskampagne gestartet, deren Erfolg sich mittlerweile auch an den stabilen Zahlen zeige.

„Offen sein ist anstrengend. Aber es lohnt sich!“

„Wir sind uns bewusst, dass sich das Zusammenleben ändert, wenn verschiedene Kulturen bei uns heimisch werden. Die offene Gesellschaft verlangt uns allen einiges ab: jenen, die ankommen, und jenen, die sich öffnen müssen für Hinzukommende“, führte Geselle aus. „Offen sein ist anstrengend. Aber es lohnt sich!“

Knapp die Hälfte der Kasseler hat Wurzeln im Ausland

Nicht erst seit kurzem zeichne Kassel Internationalität aus. Knapp die Hälfte der 205.000 Menschen, die hier zu Hause sind, haben ihre Wurzeln oder Familien in einem anderen Land. Maßgeblich geprägt wurde die Geschichte der Stadt zum Beispiel durch zugewanderte Hugenotten. Kassel war 1981 die erste Stadt mit einem Ausländerbeirat und sie pflegt aktive Städtepartnerschaften. Ferner sind in Kassel Unternehmen ansässig, deren Produkte auf dem Weltmarkt zu Hause sind.

„Sie alle haben bewusst ja gesagt zu Deutschland, zu Kassel, zu unserer Gesellschaft, zu unserer Demokratie“, sagte Oberbürgermeister Geselle bei der Einbürgerungsfeier. „Jetzt gilt es, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, indem wir uns Respekt und Anerkennung entgegenbringen und die Angebote, die es in der Stadt in ganz unterschiedlichen Bereichen gibt, z.B. in Vereinen, gemeinsam wahrnehmen.“

 

Hintergrund – Bedingungen für Einbürgerung

Wer eingebürgert werden möchte, muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen: Beispielsweise seit mindestens acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben, den Lebensunterhalt allein bestreiten und über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Die Gebühr für einen Einbürgerungsantrag beträgt pro Person 255 Euro. Für ein Kind unter 16 Jahren, das gemeinsam mit mindestens einem Elternteil eingebürgert wird, fällt eine Gebühr von 51 Euro an.

Beratungstermine können über die Behördenrufnummer 115 oder die Internetseite http://stadt.serviceportal-kassel.de/einbuergerung vereinbart werden. 

Kontakt: Bürgeramt, Abteilung Standesamt, Rathaus, Obere Königsstraße 8, Sprechzeiten nur mit vorheriger Terminvereinbarung sind montags, dienstags und donnerstags und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr und mittwochs von 14 bis 17.30 Uhr.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: pressekasselde

Bei der Einbürgerungsfeier der Stadt Kassel hieß Oberbürgermeister Christian Geselle zahlreiche der 569 Menschen noch einmal willkommen, die im Jahr 2018 einen deutschen Pass erhalten haben.
Bei der Einbürgerungsfeier der Stadt Kassel hieß Oberbürgermeister Christian Geselle zahlreiche der 569 Menschen noch einmal willkommen, die im Jahr 2018 einen deutschen Pass erhalten haben.

Vielen Dank fürs Weitersagen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel, Foto: Harry Soremski
  • Stadt Kassel, Foto: Harry Soremski
  • Bernd Schoelzchen

Glossar

Einbürgerung (eingebürgert)

Einbürgerung (eingebürgert)

Das ist eine Urkunde.
Sie ist für Personen aus einem anderen Land.
Sie bekommen diese Urkunde:
Wenn diese Personen in Deutschland leben.
Und den deutschen Pass bekommen.
Dann haben sie die deutsche Staats-Bürgerschaft.
Das bedeutet:
Sie sind Deutsche.

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