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25 Jahre Kasseler Hilfe: Oberbürgermeister würdigt Engagement für Opfer von Straftaten

Als „Arbeit von unschätzbarem Wert“ hat Oberbürgermeister Christian Geselle das Engagement der Kasseler Hilfe zu deren 25-jährigen Bestehen gewürdigt. Auch die Stadt Kassel ist Mitglied in dem Verein für Opfer- und Zeugenhilfe.

Die Kasseler Hilfe hat in den vergangenen 25 Jahren rund 6000 Fälle bearbeitet und dabei mehr als 8000 Menschen beraten, begleitet, betreut und beschützt. „Sie haben viel dafür getan, dass sich die Opfer und Zeugen von Straftaten nicht allein gelassen fühlen“, sagte Geselle stellvertretend für alle Mitglieder den Vereinsvertretern Oberstaatsanwältin Andrea Boesken, Wolf Winter, Präsident des Amtsgerichts sowie Diplom-Sozialpädagoge Detlef Schulze beim Festakt im Kasseler Amtsgericht.

„Die schärfste Waffe der Täter ist das Schweigen, hat ein weibliches Opfer einmal gesagt. Auch durch die Begleitung und Betreuung der Kasseler Hilfe kann den Tätern diese Waffe in vielen Fällen aus der Hand genommen werden“, betonte der Oberbürgermeister. Dies geschieht durch vermeintliche Kleinigkeiten wie Begleitung, Beratung, Betreuung und ganz praktische Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, was für Opfer und Zeugen von Straftaten von großer Bedeutung in schwierigen Lebenssituationen sei.

Statistik zeigt Bedeutung der Opfer- und Zeugenhilfe

Wie wichtig diese Angebote seien, zeigten die Zahlen: Jede vierte Frau ist im Laufe ihres Lebens mindestens einmal körperlicher oder sexueller Gewalt in der Partnerschaft ausgesetzt. Allein im vergangenen Jahr waren laut Kriminalstatistik 138.893 Personen von häuslicher Gewalt betroffen, rund 82 Prozent davon waren Frauen. Mit Unterstützung des Vereins Opfer- und Zeugenhilfe seien immer mehr Opfer bereit, ihre Peiniger anzuzeigen und gegen sie vor Gericht auszusagen, so dass die Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden könnten. Trotz vieler gesetzlicher Verbesserungen für die Stellung von Opfern in Ermittlungs- und Strafverfahren sei es für die Opfer meist ein schwerer Gang, oftmals den eigenen Ehepartner und Lebensgefährten anzuzeigen.

„Die intensive Beratung auch für Angehörige und Vertrauenspersonen, die Begleitung bei Gerichtsverhandlungen hilft vielen Betroffenen, sich bestenfalls nicht mehr als Opfer zu fühlen, ihre Ansprüche durchzusetzen und gehört zu werden“, sagte Geselle. „Dieser professionell und zugewandt durch die Kasseler Hilfe begleitete Weg kann helfen, das Trauma von Sexual- oder Gewalttat, aber auch von Raubüberfällen oder Einbrüchen zu verarbeiten und schlimme gesundheitliche Folgen oder auch eine spätere Arbeitsunfähigkeit der Opfer zu verhindern.“

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

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