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Stadt Kassel verleiht Goldene Sportplakette an Prof. Eide-Dittmar Lübs

Für seine Verdienste um den Sport hat die Stadt Kassel die Goldene Sportplakette an den Sportmediziner Prof. Eide-Dittmar Lübs verliehen. Er ist die hundertste Persönlichkeit, dessen ehrenamtliches Wirken seit der Einführung im Jahr 1953 mit der höchsten Auszeichnung im Bereich des Sports gewürdigt wurde. „Sie gehören jetzt wie die bekannten Kasseler Sportgrößen Max Danz, Emil Junghenn oder Gala Metzner zu diesem auserlesenen Kreis dazu“, gratulierte Oberbürgermeister Christian Geselle.

Oberbürgermeister Geselle bezeichnete Prof. Lübs als einen Pionier der Sportmedizin. Nach Abschluss eines Medizinstudiums im Jahr 1961 legten die Weiterbildung zum Internisten und ein kardiologisches Forschungsstipendium in den USA die Grundlage für seine spätere Berufskarriere und sein ehrenamtliches Engagement. Nach Stationen an der Pädagogischen Hochschule Westfalen/Lippe und am Institut für Sportmedizin an der Fachuniversität Berlin wurde ihm 1978 an der damaligen Gesamthochschule Kassel die Leitung des Sportmedizinischen Instituts übertragen. Zwanzig Jahre war er in dieser Funktion tätig.

International hat sich Prof. Lübs durch seine langjährige Mitarbeit in der Medizinischen Kommission des Deutschen, des Europäischen und des Weltschwimmverbandes einen Namen gemacht. Über ein Vierteljahrhundert – von 1989 bis 2015 – war er unter anderem Doping-Kontrollarzt bei Deutschen Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften und fünf Olympischen Sommerspielen eingesetzt. „Ganz im Geiste Ihres Vorbilds Albert Schweitzer haben Sie außerdem in Afrika und Asien Entwicklungsarbeit im Bereich Sportmedizin geleistet und dort Sportärzte ausgebildet und Herzsportgruppen gegründet“, so Oberbürgermeister Geselle.

„Es war Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes schon früh eine Herzensangelegenheit, Herzpatienten durch gezielten Rehabilitationssport wieder Selbstvertrauen, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit zu geben,“ würdigte Geselle das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Prof. Lübs, der seit vierzig Jahren bis heute unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Hessischen Gesellschaft für Rehabilitation und Prävention von Herzkreislaufkrankheiten ist.

Mit seinen Erfahrungen mit neuen Konzepten der Herzinfarktnachsorge, die er während seines Forschungsaufenthaltes in den USA kennenlernte, gehörte er in Deutschland zu den Vorreitern im Bestreben, den Koronarsport auch hier zu etablieren. Bereits 1984 gründete er beim KSV Hessen eine Abteilung Rehabilitationssport. Nach der Insolvenz des Vereins im Jahre 1993 wurde die Abteilung als eigenständiger Verein mit Prof. Lübs an der Spitze zum Wohle vieler Betroffener weitergeführt. Mittlerweile bestehe der Verein mit seinen rund 230 Mitgliedern seit 25 Jahren und sei aus der breiten Kasseler Sportlandschaft nicht mehr wegzudenken, so Oberbürgermeister Geselle.

An den Gründer des Vereins und jetzigen Ehrenvorsitzenden gerichtet, sagte er: „Sie tragen mit Ihrer Arbeit dazu bei, die Lebensqualität von Herzerkrankten zu verbessern und ihnen neue Kraft und Mut zu geben! Mit Ihrem unermüdlichen, fast sechzigjährigen haupt- und ehrenamtlichen Einsatz für die Sportmedizin und den Koronarsport sind Sie für uns alle ein großes Vorbild und ein würdiger Träger der Goldenen Sportplakette Ihrer Heimatstadt.“

Hintergrund:

Die Sportplakette der Stadt Kassel kann Personen verliehen werden, die sich um das Sportleben der Stadt Kassel besondere Verdienste erworben haben. Die Verleihung der Auszeichnung an Prof. Lübs hatte der Rehabilitationssportverein Kassel beantragt. Die Sportkommission und schließlich der Magistrat folgten dieser Empfehlung.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: pressekasselde

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Bildnachweise

  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Lebenshilfe Bremen e. V., Leichte Sprache - Die Bilder, Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski
  • Harry Soremski

Glossar

Rehabilitation (Wieder-Eingliederung)

Rehabilitation (Wieder-Eingliederung)

Das heißt Wieder-Eingliederung.
Es bedeutet:
Etwas wieder so machen wie vorher.
Zum Beispiel:
Nach einer Krankheit wieder so arbeiten wie vor der Krankheit.
Oder nach einem Unfall wieder so gesund sein wie vor dem Unfall.
Es bedeutet auch:
Teilhabe beim Zusammen-Leben mit anderen Menschen bekommen.

präventiv (Prävention)

präventiv (Prävention)

Das bedeutet:
Man schützt sich vor etwas.
Auch wenn das noch gar nicht passiert ist.

Zum Beispiel:
Man schützt sich vor einer Krankheit.
Auch wenn man diese Krankheit noch nicht hat.
Man passt auf.
Dann bekommt man die Krankheit nicht.
Man kann auch sagen: vorbeugen.

Insolvenz

Insolvenz

Eine Person hat kein Geld.
Diese Person kann nichts mehr bezahlen.
Das ist eine Insolvenz.
Diese Person nennt man auch:
Schuldner.

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