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Neue Qualitäten am Standort Paul-Julius-von-Reuter-Schule für das 1. Berufsschulzentrum Kassel

Anfang November fiel der Startschuss für das Projekt „Bau und Sanierung von Gebäudeteilen der Paul-Julius-von-Reuter-Schule“. In einem gemeinsamen Termin erörterten Stadträtin Anne Janz und Stadtbaurat Christof Nolda mit den Schulleitungen der beteiligten Schulen des 1. Berufsschulzentrums die Chancen und Potentiale eines schulübergreifenden Sanierungsplanes. Die Schulleiterin Bianca Mai-Lindenberg (Martin-Luther-King-Schule) und die Schuleiter Udo Hauser und Karl-Friedrich Bätz (Arnold-Bode-Schule und Paul-Julius-von-Reuter -Schule) diskutierten mit Vertretern der Stadt und des staatlichen Schulamtes über das gemeinsame Projekt. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen hat Tradition. Größere Teile der Reuter-Schule werden seit langem durch die Martin-Luther-King-Schule genutzt.

Noch ist nicht abschließend geklärt, welche Gebäudeteile auf dem Gelände der Reuter-Schule saniert werden können oder abgerissen werden müssen. Stadtbaurat Christof Nolda erläutert, dass sich aus der baulichen Not auch die Chance auf etwas Neues ergibt: „Wir wollen die Gebäude nicht in gleicher Weise wiederherstellen. Vielmehr bieten die ohnehin notwenigen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen die Gelegenheit, die neuen Räume und Gebäude besser an zukünftige Bedarfe und Erfordernisse anzupassen und Kooperationsmöglichkeiten und Synergien zwischen den Schulen zu nutzen. Auf diese Weise entsteht ein echter Mehrwert.“

Die nächsten Schritte

Der nächste Schritt ist die Bedarfsplanung mit den beteiligten drei Schulen. Dafür trifft sich regelmäßig eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertreter/innen der Berufsschulen, des Amtes Schule und Bildung, des Hochbauamtes und des Staatlichen Schulamtes mit dem Ziel zusammensetzt, ein gemeinsames, zukunftsfähiges, qualifiziertes Anforderungsprofil für das 1. Berufsschulzentrum zu entwickeln. Dazu führt Stadträtin Anne Janz aus: „Dieses Anforderungsprofil muss die Entwicklung der Schülerzahlen und die Entwicklungen in den unterschiedlichen Fachrichtungen der Schulen genauso berücksichtigen wie neue pädagogischen Konzepte, veränderte Schulorganisation, Sicherheitsaspekte und Kooperationsformen wie beispielswiese die Öffnung der Schulen in den Stadtteil. 

Die Bedarfsplanung mit den Schulen ist auf ca. ein Jahr angelegt. Auf der Grundlage des dann erarbeiteten Anforderungsprofils erfolgt im Anschluss die Architektenplanung. Erst danach kann die Sanierung oder ggf. der Abbruch und Neubau der Gebäudeteile erfolgen. Für die konkreten Baumaßnahmen müssen Teile der Schule ausgelagert werden. Die dafür notwendigen Räume sind, ergänzt durch Schulersatzbauten, ab Sommer 2020 an der Mönchebergschule vorgesehen.

Im Haushaltsentwurf der Stadt Kassel sind für das Jahr 2019 bereits 2 Mio. Euro für den Projektstart eingeplant. Der genaue Finanzbedarf wird sich erst mit fortschreitender Planung konkretisieren und muss dann im Haushalt der Stadt Kassel die Bewilligung durch die kommunalen Gremien finden.

Hintergrund:

Die Paul-Julius-von-Reuter-Schule ist eine von drei Beruflichen Schulen der Stadt Kassel, die das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung anbieten. Ihren Schwerpunkt hat die Paul-Julius-von-Reuter-Schule innerhalb dieses Berufsfeldes in den Bereichen Handel/Dienstleistungen, Marketing, Absatzwirtschaft und Kundenberatung. Sie liegt im Stadtteil Nord-Holland.

Im Schuljahr 2018/19 besuchen 1.956 Schülerinnen und Schüler in 86 Klassen die Schule. Geprägt wird die Schule insbesondere durch die Berufsschule (Teilzeit) und die Fachoberschule (Vollzeit). Ca. ein Drittel der Schülerinnen und Schüler wird in den Vollzeitschulformen und ca. zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler in den Teilzeitschulformen unterrichtet. Während sich die Schülerzahlen in der Berufsschule leicht rückläufig entwickeln bzw. sich innerhalb der Berufe verschieben, zeigen sich die Zahlen in den Vollzeitschulformen stabil.

Ein Teil der Gebäude wird von der Martin-Luther-King-Schule genutzt. Im Mai 2018 musste der Gebäudeteil F gesperrt werden, da die Standfestigkeit auf Grund der festgestellten Betonqualität nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Damit sind zehn Klassenräume, zwei PC-Räume und acht Nebenräume weggefallen. Die Klassen wurden in anderen Gebäudeteilen sowie in der Arnold-Bode-Schule untergebracht. Der Schulbetrieb läuft am Standort weiter. Der Raummangel konnte innerhalb der Schule und der benachbarten Schulen kompensiert werden. Die Schulleiter der benachbarten Schulen haben diese Lösung kollegial mitgetragen.

Senkung am Mittelbau

In einem weiteren Gebäudeteil der Schule existiert eine Senkung der straßenseitigen Außenwand, die in Zusammenhang mit der Beschaffenheit des Baugrunds steht. Hier wurden in den vergangenen Jahren die Fundamente nachgegründet. Regelmäßige Kontrollen haben gezeigt, dass sich die danach dokumentierten Hebungen und Setzungen im vertretbaren Rahmen bewegten und innerhalb des letzten Jahres weitestgehend zur Ruhe gekommen sind. Umfangreiche statische Untersuchungen und Tragwerkssimulationen eines von der Stadt beauftragten Ingenieurbüros, die seit Anfang Februar 2018 vorliegen, lassen allerdings den Schluss zu, dass auf absehbare Zeit ein Gebäudeabriss und Neubau wirtschaftlicher ist, als weitere Fundamentunterfangungen vorzunehmen, bei denen nicht sichergestellt ist, ob sich das Gebäude nicht irgendwann doch weiter senkt. Das Setzungsverhalten wird weiterhin durch regelmäßige Vermessung dokumentiert und überwacht.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

Stadt Kassel
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