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Städtefreundschaft Kassel-Ramat Gan geht in die nächste Generation

„Es ist wunderbar, dass Ihr heute hier seid als Zeichen dafür, dass diese Städtefreundschaft auch in die nächste Generation getragen wird.“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Christian Geselle am Freitag, 10. August 2018, 15 junge Menschen und ihre zwei Begleiter aus Kassels israelischer Partnerstadt Ramat Gan im Rathaus willkommen geheißen.

Der Oberbürgermeister ging in seiner Begrüßung auf die Schoah ein, den millionenfachen Mord und das unermessliche Leid, das Deutsche über Deutsche und andere Europäer jüdischen Glaubens gebracht haben. Leider sei auch Kassel Teil dieses Schreckensbuches in der Geschichte und das Erinnern daran sehr wichtig, „weil solch Unmenschliches nie wieder passieren darf“. Wunderbar sei hingegen, dass seither der Weg der Versöhnung gegangen wurde und Kassel mit Ramat Gan inzwischen seit fast 30 Jahren freundschaftlich verbunden sei, sagte Geselle.

Der Austausch wird von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel, der Albert-Schweitzer-Schule und der Elisabeth-Knipping-Schule organisiert und betreut. Auf dem Programm der Gäste stehen Aktivitäten wie Klettern, Besuche von Sehenswürdigkeiten in Kassel wie der GRIMMWELT und Ausflüge in die Umgebung, darunter an den Edersee. Hinzu kommen ein Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen und ein zweitägiger Aufenthalt in Hamburg.

Die Städtepartnerschaftsurkunde zwischen Ramat Gan und Kassel wurde im Jahre 1990 unterzeichnet, aber die privaten Kontakte zwischen beiden Städten sind schon sehr viel älter: Seit 1966 gibt es Beziehungen zwischen beiden Städten die hauptsächlich auf das Engagement des „Vereins ehemaliger Kasseler in Israel“ und auf die Deutsch-Israelische Gesellschaft zurückgehen. Ramat Gan liegt nahe Tel Aviv und hat rund 154.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Gäste aus Ramat Gan sind insgesamt zwölf Tage lang in Deutschland und fliegen am Sonntag, 19. August, zurück nach Israel.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

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