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Katrin Leitner

Preisträgerin Kasseler Kunstpreis 2002
Die Künstlerin Katrin Leitner wurde 2002 mit dem Kasseler Kunstpreis in der Sparte "Bildende Kunst" ausgezeichnet.
Im Jahr 2009 wurden für die Artothek die beiden Werke "Think-Drawings" und "Mothershipz" durch die Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung angekauft. Bereits 2004 wurde das Werk "Tüffting Pice I" erworben.

Biografie
1974 in Nürnberg geboren
1996 – 2001 Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel
seit 2000 Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel
2001 Studienreise: Workshopgestaltung am Sichuan Fine Arts Institute, Chongqing, China

Über Katrin Leitner
Katrin Leitner, die 1974 in Nürnberg geboren wurde, hat mit einer beachtlichen Zahl an Einzelpräsentationen und Ausstellungsbeteiligungen in den letzten Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Sie war 2001 unter den Kasseler Künstlerinnen, die René Block für seine Ausstellung "Kassel am Meer" in der Kunsthalle Fridericianum ausgewählt hat. Im Jahr 2000 war sie unter anderem mit Arbeiten in Ausstellungen des Kunstvereins Dillingen und des Neuen Kunstvereins Marburg vertreten. In der Installation "Katleitnix", die sie 2001 für ein leerstehendes Ladenlokal entwickelte, zeigte die Künstlerin die Vielseitigkeit der von ihr durchgängig verfolgten Ansätze. Mit dieser Einzelausstellung hat die Künstlerin ihr 1996 an der Kunsthochschule Kassel begonnenes Studium abgeschlossen. Die bemerkenswerte Bandbreite in der Verwendung künstlerischer Medien und die herausragende Kontinuität im Werkverlauf haben den Stiftungsrat von der künstlerischen Arbeit Katrin Leitners überzeugt.

Frisch verzaubert und abgepackt
Eine Portion Glück versprechen die Produkte Katrin Leitners, die sich in ihrem Laden "Katleitnix - der Laden - das Ideenparadies - oder die süßen Trauben nach denen man nicht greifen kann” präsentieren. Denn, so hat die junge Künstlerin in zeichnerischer Infografik dargestellt: Während die echte, bunte Konsumwelt stets das große Glück bei Erwerb ihrer Produkte verspricht, wird der Besitz desselben doch bald schon schal und allzu gewohnt - wodurch das nächste Produkt schon wieder lockt. Anders bei Katrin Leitner und ihrem Ideenparadies. Ihre Produkte, so die Künstlerin, wachsen dank Zufügung philosophischer Ideen gemeinsam mit ihren Besitzern. Sie werden lebendig.
Katrin Leitner setzt neue Maßstäbe, wie ihre Auflage von selbst angefertigten Linealen zeigt, und setzt sich ein für den klaren Blick. In jedem Fall für den phantasievollen. In ihrer Präsentation integriert sie zahlreiche momentan hoch beliebte Ansätze: die Idee des Verkaufsraumes und damit des öffentlichen kommunikativen Raumes, die Idee der Handfertigung (homemade-style) - und natürlich die Idee der Idee.
Denn Leitners Produkte sind nicht zwingend wertvoll; die Idee der gedanklichen und emotionalen Nutzung aber sehr. Dabei gelingt es der Macherin jedoch, keinesfalls trendy zu wirken, sondern mit Großzügigkeit und Liebe zum Detail Kommunikationsräume zu schaffen: für Dinge, Menschen...

Regina Bärthel - HNA-Pressetext (2001)

Veröffentlicht am:   10. 11. 2009