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Astrid Schneider

Die Künstlerin Astrid Schneider wurde 1992 mit dem Kasseler Kunstpreis in der Sparte "Bildende Kunst" ausgezeichnet.

Farbfotografie von Astrid Schneider; © Jörg Baumann

Biografie
1966                      geb. in Frankfurt/M.
1986-88                 Architekturstudium an der TH-Darmstadt
1988-95                 Studium der Freien Kunst an der Universität Gesamthochschule Kassel
1992                      Kasseler Kunstpreis Dr. W. Zippel-Stiftung
1995-96                 Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung; Reise durch die USA
1999                      Projektstipendium Kunst in Tornitz/Werkleitz, Werkleitz Gesellschaft, Tornitz
2001                      Stipendium der Akademie der Künste Berlin
2004                      TurmStipendium Geldern

Astrid Schneider_Reflex; © Astrid Schneider

Aktuelle Arbeit

Bei der Arbeit von Astrid Schneider in der Ausstellung „Reflex“ geht es, wenn man so will, um die Schaffung eines physischen Denkraums. Ich habe das Gefühl, mich in einem Raum zu befinden, in dem eine zunächst langsame Überlagerung, Überformung stattfindet. Ich bewege mich in Richtung eines Bildes, das an der Wand hängt. Ich sehe, anfangs aus der Ferne, ein Foto einer architektonischen Situation – gebrochen durch Lichtreflexe, durch wiederum gebrochene Widerspiegelungen meines Selbstbildes sowie der der anderen Zuschauer. Ich sehe mich am Sehen, ich sehe mich mich sehen in einem durch die Spiegel-streifen, durch das Licht, durch die Vermehrung der Oberflächen erweiterten Raum. Doch je mehr ich mich dem skulpturalen Bild annähere, je näher ich dem idealen Betrachtungspunkt komme – der quasi durch die Kamera im Bild signalisiert wird – desto mehr deckt sich die Widerspiegelung der Wand hinter mir mit dem Foto eben dieser Wand. So werden die Fragmente durch den Perspektivenwechsel zu einem Ganzen, aber in demselben Moment verschwinden die Menschen aus dem Bild, verschwinde ich; die Wand hinter mir wird zur Wand vor mir und damit verschwindet irgendwie auch der Raum dazwischen. Und so schafft es ein dreidimensional wirkendes aber letztlich zweidimensionales Bild, die Dreidimensionalität des Raums – wenn flüchtig – komplett in Frage zu stellen. Diese Irritation der Wahrnehmung setzen die beiden Filmar-beiten von Astrid Schneider fort, die oben zu sehen sind und vertiefen sie sogar noch, indem sie unseren Blick verunsichern, aufspalten. In Endlosschleifen überlagern sich Innen und Außen, Oben und Unten, die vielen verschiedenen Schichten werden kurz eins und gehen wieder auseinander.
(Dr. Catherine Nichols, 2007)

Kontaktdaten
Astrid Schneider
Gleditschstr. 70
10781 Berlin

Telefon: 030 / 23 63 36 89
Mobil: 0176 / 49 28 57 71
E-Mail: Schneider1806@aol.com

Veröffentlicht am:   18. 04. 2010