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Bericht vom 48. Sportstädtevergleichswettkampf Kassel-Mulhouse

Am Freitag, dem 7. September 2018, startete um kurz nach 12 Uhr, das Abenteuer für neun junge Volleyballerinnen des TSV Jahn und der TG Wehleiden und zehn junge Basketballer der ACT Kassel mit ihren Betreuerinnen und Betreuern in die Kasseler Partnerstadt Mulhouse im schönen Elsass. Dort fand am Samstag, den 8. September, der 48. Sportstädtevergleichswettkampf statt. Begleitet wurden sie von der Sportamtsleiterin Dr. Andrea Fröhlich und Andreas Horn, der für die Organisation der Städtepartnerschaften im Sportamt verantwortlich ist.

Die Kasseler Sportdelegation wurde am Freitagabend, nach einer beinahe staufreien Busanreise, herzlich begrüßt - selbstverständlich für das Elsass mit einem bodenständigen, selbst zubereiteten Abendessen. Für die Betreuung vor Ort sorgten traditionell, und in bewährter Weise, die ehrenamtlichen des "Office Mulhousien des Sports", federführend unter dessen Vorsitzendem Francis Daverio und Jean-Claude Meyer. Anschließend wurde es höchste Zeit, zum Nachtquartier aufzubrechen - schließlich wollten die Jugendlichen am nächsten Tag guten Sport zeigen, um die Stadt Kassel gut zu vertreten.

Nach dem Frühstück stand der Vormittag zur freien Verfügung. Hierbei besuchten die Meisten die wunderschöne Altstadt, mit dem historischen Rathaus, das samstags als Trausaal von vielen Hochzeitsgesellschaften genutzt wird. Mulhouse zeigte sich bei Sonnenschein von seiner besten Seite.

Mulhouse 2018_1; © Sportamt Stadt Kassel

Am Nachmittag standen die sportlichen Begegnungen im Sportzentrum Mulhouse im Mittelpunkt. Die Mulhouse Volleyball-Gastgeberinnen waren sichtlich von der Stärke der von Sarah Kniel und Vanessa Sachse betreuten Kasseler Mannschaft überrascht, konnten sie im Hinspiel im letzten Jahr doch noch recht einfach gewinnen. Die Begegnung im Rückspiel war nun über weite Strecken hoch dramatisch und entwickelte sich zum Krimi. Nach einem 18:21 Rückstand im ersten Satz konnten die Sportlerinnen des TSV Jahn und der TG Wehleiden noch einmal zum 27:27 ausgleichen und schließlich den ersten Satz mit 30:28 für sich entscheiden. Auch der zweite Satz war stark umkämpft. Mulhouse konnte diesen schließlich mit einem knappen 25:23 zum 1:1 nach Sätzen für sich entscheiden. Im dritten Satz wechselte häufig die Führung, ohne dass sich eine Mannschaft absetzen konnte. Schließlich mobilisierte Mulhouse beim Stand von 21:20 für Kassel noch einmal alle mentalen Reserven und konnte mit 25:22 den dritten Satz zum 2:1 für sich entscheiden. Im vierten Satz schließlich fanden die Kasseler Volleyballerinnen nicht mehr in ihren Rhythmus und mussten sich am Ende mit 25:11 und insgesamt mit 3:1 geschlagen geben.

Ein etwas anderes Bild ergab sich bei den Basketballern der ACT Kassel. Von Beginn an konnten sie ihre Stärke gegen die Mulhouser Sportler ausspielen. Nach einem anfänglich stark umkämpften ersten Abschnitt führten sie nach kurzer Zeit mit 16:10 und konnten im Verlauf des Matches diese Führung kontinuierlich ausbauen. Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen konnte die Kasseler Delegation mit etwas besserer Technik, und auch Vorteilen in konditioneller Hinsicht, das Spiel am Ende mit 58:38 klar gewinnen. Kompliment an die Trainer Cedric Toth und Tarik Englmann, die eine richtig gute Truppe aufgebaut haben.

Mulhouse 2018_2; © Sportamt Stadt Kassel

So endete der 48. Sportstädtevergleichswettkampf Kassel-Mulhouse mit einem fairen 1:1. Nach dem festgelegten Reglement erhält der Gast den Wanderpokal, und so konnte die Kasseler Delegation bei der feierlichen Ehrung am Samstagabend den Pokal entgegennehmen.

Am Sonntagvormittag hatten die Gastgeber für die Kasseler Jugendlichen noch das Laser Game Mulhouse für zwei Runden gebucht, so dass alle vor der Rückfahrt im Bus nach Kassel noch einmal ordentlich ins Schwitzen kamen.

Sieg und Niederlage waren am Ende schnell vergessen. Alle sind sich einig: Sport verbindet. Im sportlichen Wettstreit kann man seine Kräfte messen und sich über Grenzen hinweg dabei näherkommen. Sport ist eine gute Brücke zwischen den Partnerstädten. Dies zeigte sich nicht zuletzt daran, dass als Gäste, außerhalb des Wettkampfes, Rugby-Spieler aus Kassel mitgefahren sind. Vor zwei Jahren stand Rugby auf dem offiziellen Programm. Die Kontakte haben angehalten und setzten sich so auf privater Ebene fort. Das ist am Ende auch das Ziel dieses Austausches. Junge Menschen in beiden Städten miteinander in Verbindung zu bringen und so eine von den Bürgerinnen und Bürgern getragene enge Städtepartnerschaft zu leben.

 

Veröffentlicht am:   13. 09. 2018  


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