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Was sind Internationale Jugendbegegnungen?

EURODESK; © Kinder- und Jugendförderung

Die Welt mit anderen Augen sehen - Internationale Jugendbegegnungen

Junge Menschen sind neugierig. Ausland ist unbekanntes, – oft aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse – verunsicherndes, aber interessantes Terrain. Wer den Mut hat, seine Scholle zu verlassen, kann völlig neue, völlig faszinierende Dinge erfahren und zudem seine Chancen auf einen Job vergrößern. Wir versuchen jungen Menschen die Erfahrung zu vermitteln, dass die persönliche Begegnung mit fremdländisch sprechenden Menschen überhaupt nicht weh tun muss.

Ziel Internationaler Jugendbegegnungen ist es Jugendliche mit anderen Ländern, den Menschen dieser Länder und deren Lebensgewohnheiten und Lebensumständen (insbesondere ihrer jugendlichen Bewohner) bekannt zu machen, Euch Erfahrungen mit fremdländisch sprechenden Menschen in deren Land und –in der Rolle der Gastgeber- im eigenen Land machen zu lassen.

Anders als im Urlaub oder bei Ferienfahrten steht dabei stets die intensive Begegnung mit anderen (jugendlichen) Menschen im Vordergrund. Das Voneinander-, Übereinander- und vor allem Miteinander-Lernen soll Spaß machen und dem entsprechend gestalten wir (gemeinsam mit Euch, den TeilnehmerInnen) unser Programm.

Bei gemeinsamen erlebnispädagogischen Erfahrungen (Kanutouren, Klettern, Segeln, Spiele und Aufgaben, bei denen es auf Zusammenarbeit ankommt) lernt Ihr einander recht gut kennen, bei sportlichen und künstlerischen Gemeinschaftsaktionen entdeckt Ihr Gemeinsamkeiten oder auch Unterschiede und so gibt es reichlich Anlass zur Kommunikation – auch wenn’s in einer fremden Sprache vielleicht erst mal schwer fällt.

Je nach Thema der Begegnung werden Organisationen und Vereine aufgesucht, Firmen oder Sehenswürdigkeiten besichtigt, Kulturveranstaltungen besucht und workshops durchgeführt. Bei all dem seid Ihr immer mit den Jugendlichen der anderen Gruppe/n zusammen, die Euch - im Ausland – zeigen, was sie für interessant halten, und denen Ihr – in Kassel – zeigt, was hier Eurer Meinung nach wichtig ist.


Internationale Jugendbegegnungen - Für wen - wozu - was?

Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts führt die städtische Kinder- und Jugendförderung Internationale Jugendbegegnungen durch, seit 1995 unter der Regie des Jugendbildungswerkes der Stadt Kassel.
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Zielgruppe

Die Begegnungsangebote des Jugendbildungswerkes der Stadt Kassel richten sich an alle jungen Menschen zwischen 13 und 27 Jahren aus Kassel und Nordhessen.

Kooperationen

Das Jugendbildungswerk der Stadt Kassel führt jährlich 4-6 internationale Begegnungsprojekte durch.

Die Projekte werden meist in Kooperation mit verschiedenen anderen nordhessischen Trägern und einer oder mehreren Partnerorganisationen aus dem europäischen Ausland durchgeführt. Derzeit arbeitet das Jugendbildungswerk mit Partnergruppen aus Finnland, Frankreich, Spanien, Griechenland, Italien, Rumänien, der Tschechischen Republik, Russland, Estland, der Türkei und Polen zusammen.

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Ziele und Methoden

Begegnungsprojekte wollen junge Menschen unterschiedlichster Herkunft miteinander in Verbindung bringen und sie dabei unterstützen über-, von- und vor allem miteinander zu lernen.

Wir führen Internationale Jugendbegegnungen durch, damit Jugendliche und junge Erwachsene

  • Ausschnitte der kulturellen Vielfalt dieser Welt kennen- und schätzen lernen können,
  • soziale, wirtschaftliche und kulturelle Hintergründe in anderen Weltregionen kennen lernen können,
  • Verständnis für andere Werte, Sichtweisen und Verhaltenskodizes entwickeln können,
  • im geschützen Rahmen Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit machen können,
  • Fremdes nicht mehr als bedrohlich wahrnehmen müssen und
  • eine Stärkung ihrer sozialen, kulturellen und internationalen Kompetenzen erfahren können.

Zentrales Element eines solchen Projektes ist die 8-14 Tage dauernde Begegnung mit den anderen Gruppen im In- oder Ausland, bei der die Teilnehmenden an einem zuvor gemeinsam ausgewählten Thema arbeiten.

Veranstaltungen der vergangenen Jahre beschäftigten sich bspw. mit Fragen nach Bildungsnotwendigkeiten und Bildungserwartungen in verschiedenen europäischen Ländern, (in Anlehnung an eine bekannte Kunstausstellung) mit Fragen nach dem "bloßen Leben", mit den "Wohn(t)räumen von jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, mit Heimat und Entwurzelung, Migrationsgeschichten oder den Ängsten und Hoffnungen junger Leute hinsichtlich ihrer Zukunft in Europa.

Die Themen werden mit unterschiedlichsten Methoden aufgegriffen und vertieft: Theater, Tanz, Malerei, Erlebnispädagogik, Musik, Filme drehen, Radiosendungen produzieren, Internetseiten gestalten, Zirkus, Raumgestaltung, Besuche, Besichtigungen, Gespräche …Zu einem gelungenen Projekt gehören intensive Vorbereitungen und Auswertungen mit den Teilnehmenden, den Teamer/innen und den Partnerorganisationen.

Mehr zum Thema Internationale Jugendbegegnungen

Institution: Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel, Kommunales Jugendbildungswerk
Ansprechpartner: Karl-Heinz Stark
Telefon: 0561 / 7575148
E-Mail: karl-heinz.stark@kassel.de
Anschrift: Mühlengasse 1
34125 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Veröffentlicht am:   30. 08. 2017  
Filmische Dokumentation internationaler Jugendbegegnungen von 2010-2012


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