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Hessisches Landesmuseum mit Torwache

Hessisches Landesmuseum mit Torwache; © Stadt Kassel; Foto: C. Streck
Hessisches Landesmuseum mit Torwache

Deutsche Kriegsheimkehrer bei ihrer Rückkehr aus englischer Gefangenschaft 1919; © MHK Deutsche Kriegsheimkehrer bei ihrer Rückkehr aus englischer Gefangenschaft 1919

Vorschau: Vom 10. November 2018 bis 28. April 2019: Sonderausstellung zum Ende des Ersten Weltkriegs und Beginn der Weimarer Republik

Im Herbst 2018 jähren sich zum hundertsten Mal das Ende des Ersten Weltkriegs und der Beginn der Weimarer Republik. Welche Folgen hatte der Krieg für die Stadt Kassel, für das Umland und die Gesellschaft, welche Veränderungen brachte die Weimarer Republik? Diese Fragen stehen im Zentrum des gemeinsamen Ausstellungsprojekts der Museumslandschaft Hessen Kassel und des Stadtmuseums Kassel. Ausgehend vom Ende des Ersten Weltkriegs widmet sich die Präsentation neben der unmittelbaren Nachkriegszeit vor allem den zukunftsweisenden kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in der Weimarer Republik.

Der Alltag der Menschen in dieser turbulenten Zeit war geprägt von gegensätzlichen Erfahrungen und Empfindungen. So konnte die Aufbruchsstimmung nach Gründung der ersten deutschen Demokratie nicht über die materiellen Notzeiten hinwegtäuschen: Den neuen politischen und kulturellen Freiheiten standen Lebensmittelknappheit, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit gegenüber. Dementsprechend sind beispielsweise „Demokratische Wahlen“, „Siedlungsbau“ oder „Lebensmittelversorgung“, aber auch „Unterhaltung“, „Sport“ und „Erinnerungskultur“ Themen der Ausstellung.

In Kassel wirkten ab 1918 auch zwei bekannte Persönlichkeiten: Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg leitete von Kassel-Wilhelmshöhe aus die Demobilisierung der deutschen Truppen und der SPD-Politiker Philipp Scheidemann übte von 1919 bis 1925 das Amt des Oberbürgermeisters in seiner Heimatstadt aus.


(Nord)hessische Landes- und Kulturgeschichte erleben

Mit einer modernen Ausstellungskonzeption macht das Hessische Landesmuseum 300.000 Jahre (nord-)hessische Landes- und Kulturgeschichte erlebbar. Die Ausstellungskonzeption ist wegweisend für die Sicht auf die Vergangenheit des Landes.

 

Auf drei Ebenen geben die Sammlungen der Vor- und Frühgeschichte, Angewandten Kunst und Volkskunde einen Überblick von den Anfängen menschlicher Besiedelung in der Altsteinzeit bis in die Gegenwart. Über 6000 Ausstellungsstücke sind auf einer Ausstellungfläche von rund 3800 Quadratmetern zu sehen und inhaltlich vernetzt. Die Überdachung der beiden Innenhöfe macht auch einen barrierefreien Rundgang durch die Ausstellung möglich.

 

Ein Highlight ist die Präsentation der Sammlung Volkskunde, die in dieser Form noch nie ausgestellt wurde. Und die Turmbesteigung ermöglicht ganz neue Blickwinkel über Kassel bis zum Herkules. Thematische Wechselausstellungen ergänzen die ständigen Sammlungen. 

Landwirtschaftliche Maschine unter einem Glasdach; © mhk
Neue Perspektive: die Drillmaschine wiegt 350 kg und hängt in luftiger Höhe im überdachten Innenhof.

filigran Geschnitztes aus Elfenbein; © Stadt Kassel; Foto: Bickmann

Besucherin schaut sich Bildergalierie an; © Stadt Kassel; Foto: Bickmann

Die mechanische Weberei der Firma Strube als Beispiel für den Wandel der Arbeitswelt; © Stadt Kassel; Foto: Bickmann

Innenansicht des modernen Museumsgebäudes; © Stadt Kassel; Foto: Bickmann

Innenansicht des modernen Museumsgebäudes; © Stadt Kassel; Foto: Bickmann


Hintergrund

Pünktlich zur Tausendjahrfeier der Stadt Kassel im Jahr 1913 wurde das Hessische Landesmuseum eingeweiht. Der historische Entwurf von Theodor Fischer orientiert sich an hessischen Baudenkmälern der Spätrenaissance.

In städtebaulich exponierter Lage markiert das Museum zwar den Ausgangspunkt der 6 km langen Wilhelmshöher Allee, ist aber zur Innenstadt hin ausgerichtet. Abgesehen von dem die Fassade beherrschenden, mittig gesetzten Turm weist der Bau den traditionellen Grundriss eines Kunstmuseums auf: eine Fünfflügelanlage, in der zwei Binnenhöfe eingeschlossen sind.

Die Torwache am Hessischen Landesmuseum ist Teil einer unvollendet gebliebenen Toranlage, die Heinrich Christoph Jussow , der Architekt des Mitteltraktes von Schloss Wilhelmshöhe und der Löwenburg, um 1805 entworfen hatte. Nachdem sie bereits von 1931 bis 1939 dem neugegründeten Kupferstichkabinett Platz bot, wird sie seit 1983 erneut für museale Zwecke genutzt und beherbergt heute Kunsthandwerk vom Historismus bis zum Design der Gegenwart. 

Kontakt

Institution: Hessischen Landesmuseum mit Torwache
Telefon: 0561 / 316800
Telefax: 0561 / 31680111
E-Mail: info@museum-kassel.de
Anschrift: Brüder-Grimm-Platz 5
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.museum-kassel.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 6,- Euro
Ermäßigt: 4,- Euro
Freier Eintritt: Kinder bis 18 Jahre


Veranstaltungen und Führungen im Hessischen Landesmuseum


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