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Naturkundemuseum im Ottoneum

Collage - Logo Naturkundemuseum, Mammut, Goetheelefant, Außenansicht des Gebäudes; © Stadt Kassel - Naturkundemuseum; Fotos: Th. Martin, D. Schwerdtle, digitalfoto-welt.de
Das Naturkundemuseum im Ottoneum, einem der schönsten und ältesten erhaltenen Gebäude Kassels, hat eine höchst interessante und wechselvolle Geschichte vorzuweisen. Die naturkundliche Sammlung geht auf das landgräfliche Raritätenkabinett zurück und ist somit eine der ältesten Europas. Die prominentesten Stücke sind das zwischen 1555 und 1592 entstandene Herbar Ratzenberger, das Skelett des ”Goethe-Elefanten”, sowie die Schildbachsche Holzbibliothek, eine aus 530 kunstvollen Holzbüchern bestehende "Sammlung von Holzarten, so Hessenland von Natur hervorbringt" aus dem 18. Jahrhundert, erstellt 1771 bis 1799.


Insekt auf einem Arm; © Stadt Kassel; Foto: Volker Lange

Ausgesummt - Das Insektensterben und seine Folgen

Vom 15. Juni bis 14. Oktober 2018 

Seit einigen Jahren trifft die Insektenwelt eine erschreckende Aussterbewelle. Nicht nur seltene Arten verschwinden, sondern auch gewöhnliche Allerweltsarten sind betroffen. Die Ausstellung wartet nicht nur mit wissenschaftlichen Fakten zu den vielfältigen Gründen des Insektensterbens auf, sondern beleuchtet auch die Verstrickung jedes einzelnen Bürgers in diese Vorgänge auf anschauliche Weise.

Die Ausstellung wurde komplett vom Team des Museums selbst recherchiert, konzipiert und aufgebaut. Sie versucht die Besucher im wahrsten Wortsinn "da abzuholen, wo sie stehen": Es beginnt in einem hübschen Wohnzimmer, in dem von verschiedenen Seiten die aktuellen Insektensterben-Nachrichten auf die Besucher einprasseln.

Im Folgenden geht es um die unglaubliche Vielfalt der Insektenwelt und ihre Schlüsselrolle im ökologischen Gefüge des Naturhaushalts sowie den Gefährdungen von der Landwirtschaft bis hin zur Lichtverschmutzung. Zu sehen sind unter anderem ein lebendiger Bienenstock sowie ein Film über insektenfreie Landstriche in China. Noch ist nicht alles verloren, wenn wir etwas ändern. Eine große Inszenierung mit einem echten Auto auf einer verschmutzten Landstraße läutet dieses Thema ein. Viele umwelt- und naturschädliche Verhaltensweisen sind uns durchaus bewusst. Jeder kann etwas tun, um sich insekten-, natur- und umweltfreundlich zu verhalten.

Dinosaurierer im Naturkundemuseum; © Stadt Kassel; Foto: Carina Wagener

Sonderschau: Haare & Federn im Reich der Saurier

Wie konnte aus einem gefährlichen Raptor ein friedliches Huhn werden? Dieser und noch mehr Frage geht die "Ein-Raum-Sonderschau" im Naturkundemuseum unter dem Titel "Haare & Federn im Reich der Saurier" nach. Auf 60 Quadratmetern zeigt sie aktuelle Forschungsergebnisse zum Ursprung der Federn und zur Entwicklung von Haaren aus Saurierschuppen. Zwei riesige, lebensecht rekonstruierte Saurier lauern in der kleinen, aber feinen neuen Präsentation.

In den vergangen Jahren ist die Forschung in diesem Bereich durch viele Fossilfunde weit fortgeschritten. Als sicher gilt, dass die Dinosaurier um T-Rex & Co oft ein Federkleid besaßen. Ganz so wie die heutigen Vögel, die als die nächsten lebenden Verwandten der Dinosaurier gelten.

Besonders anschaulich wird die Schau durch die Verwendung "heimischer" Arten, wie Liliensternus, Pareiasaurus und Dicynodon, die einst in der nordhessischen Region lebten und den evolutionären Ursprung von Vögeln und Säugetieren darstellen.

Zu sehen bis 31.12.2018

Kontakt

Institution: Naturkundemuseum im Ottoneum
Telefon: +49 561 787 4066
Telefax: +49 561 787 4058
E-Mail: naturkundemuseum@kassel.de
Anschrift: Steinweg 2
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.naturkundemuseum-kassel.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 18 Uhr
An Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am 24. und 31. Dezember geschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene: 4,50 Euro
Ermäßigt: 3 Euro (Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren)
Freier Eintritt: Kinder unter 6 Jahren, Besitzer der ICOM-Karte
Fördervereinsmitglieder des Naturkundemuseums
Gruppen: 3 Euro pro Person (ab 10 Personen)
Schulklassen: 1 Euro pro Person
Ermäßigungen: Eine Liste mit allen Ermäßigungen finden Sie auf der Seite des Naturkundemuseums


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