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Museum für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur - Collage aus Eingangsschild, Außenansicht und Todeskarikatur; © Museum für Sepulkralkultur
Einzigartig in Deutschland, zeigt das Museum ein breites Spektrum an sepulkralen Objekten: wie Totenhemden, Särge, Kutschen, Trauertrachten und bildliche Darstellungen. Die Dauerpräsentation zeigt historische und aktuelle Exponate zu den Themenbereichen "Tod und Bestattung" sowie "Friedhof und Grabmal" vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Logo Tutenfru; © Museum für Sepulkralkultur

Sonderausstellung vom bis 17. März 2019: TUTENFRU! Über Aberglaube und Tod.

Obwohl viele "abergläubische" Ansichten in Vergessenheit geraten sind, wird man im Bereich der Sepulkralkultur noch immer mit Verhaltensweisen und Vorstellungen konfrontiert, die weder mit christlich-religiösen Auffassungen noch mit rationalen oder wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen sind. Trotz größter Anstrengungen von Kirche, Wissenschaft und Medizin sind viele der als "abergläubisch" diskreditierten Vorstellungen bis heute lebendig – was sich nicht nur in der makabren Unterhaltungsliteratur und im Unterhaltungsfilm zeigt, sondern auch im alltäglichen Verhalten widerspiegelt.

In der Ausstellung werden Sie durch die Thematisierung skurriler Ansichten und bizarrer Verhaltensweisen dazu bewegt, ihre eigene Haltung im Hinblick auf Tod, Sterben und Bestattung zu reflektieren.  

"Tutenfru, Tutenfru!". Diese Warnung vor der bald kommenden Totenfrau glaubte man in früheren Zeiten im Ruflaut der (Ringel-) Taube zu hören. Sobald er erklang, sorgte er für große Furcht. Nicht anders war es beim (Wald-) Kauz. Dessen Ruf "Kuwitt, Kuwitt!" wurde als "Komm mit!" übersetzt, und wer ihn rufen hörte, war dem Tode geweiht. So stand der Kauz seit dem Mittelalter in dem Ruf, ein Totenvogel zu sein. Dies sind nur zwei Beispiele, von ihnen gibt es unzählige mehr.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Exponate aus der Sammlung des Museums für Sepulkralkultur, aber auch aus anderen Museen und Archiven, die im Hinblick auf ihre übernatürlich magischen Bedeutungen und "Wirksamkeiten" eindrucksvoll inszeniert werden.

Särge im Museum für Sepulkralkultur; © Stadt Kassel; Foto: Stephan Kaiser

Vom Umgang mit "den letzten Dingen"

Das Museum wurde 1992 in Kassel eröffnet. Sein Ziel ist es, Kontinuität und Wandel im Umgang mit den letzten Dingen zu veranschaulichen und das gesellschaftlich oft verdrängte Erlebnis des Todes wieder ins Bewusstsein zu rücken.

Die Dauerausstellung zeigt Zeugnisse der Bestattungs-, Friedhofs- und Trauerkultur im deutschsprachigen Raum vom Mittelalter bis heute. Die wechselnden Sonderausstellungen zeigen einzelne kulturhistorisch herausragende Aspekte, beschäftigen sich aber auch mit aktuellen Themen.

Kontakt

Institution: Museum für Sepulkralkultur
Telefon: +49 561 91893-0
Telefax: +49 561 91893-10
Anschrift: Weinbergstraße 25-27
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.sepulkralmuseum.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr / immer um 18 Uhr öffentliche Führung
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 6,00 Euro
Ermäßigt: 4,00 Euro
Freier Eintritt: Kinder unter 6 Jahren, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. sowie der ICOM, Kasseler Kulturticket
am ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 20 Uhr
Arbeitslose:: 2,50 Euro
Familienkarte:: 10,00 Euro - max. 2 Erwachsene und Kinder unter 16 Jahren
Veröffentlicht am:   12. 09. 2018  


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