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Aufwertung GWG-Wohnquartier Mittelring

Das Wohnquartier am Mittelring im Nordwesten des Soziale Stadt Gebiets Kassel-Wesertor entstand Mitte der 1960er Jahre und befindet sich im Besitz der Gemeinnützigen Wohnungbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel.

Projekthintergrund und Planung

Die in die Jahre gekommenen Gebäude werden zum Teil bereits von der GWG saniert. Das Wohnumfeld der Siedlung wurde ebenfalls seit den 1960er Jahren nicht mehr erneuert.

Zwar erschien es in einem gepflegten Zustand, wies jedoch gravierende gestalterische und funktionale Mängel auf und bot fast keine Aufenthaltsmöglichkeiten.
Um die Attraktivität des Wohnquartiers zu erhöhen, wurde die rund 3,5 ha große Fläche neu gestaltet. Da die Außenanlage der Siedlung – neben dem Bürgipark – im westlichen Bereich des Fördergebiets die einzige Grün- und Spielfläche darstellt, war eine nachhaltige Öffnung der Freiflächen für die Bewohner des Quartiers wünschenswert. 

Für die Umgestaltung wurden zirka 830.000 Euro investiert. Die Finanzierung erfolgte aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, europäischen Geldern des EFRE-Strukturfonds sowie aus Eigenmitteln der Stadt Kassel und der GWG.

Von einer Grünanlage zum Erholungsraum

Im Rahmen der Planung fand eine intensive Beteiligung der umliegenden Bewohnerschaft statt. Zahlreiche Personen haben sich mit eingebracht als es darum ging, Ideen und Vorschläge für die Umgestaltung zu sammeln.
Rund 30 Erwachsene und 30 Kinder bzw. Jugendliche haben in zwei Planungsworkshops
mitgewirkt. Zudem wurde eine Passantenbefragung vor Ort und eine Haustürbefragung durchgeführt, bei der mehr als 200 von 350 Haushalten teilgenommen haben. 

So wurde unter anderem über neue Wegeverbindungen, Aufwertung der Spielbereiche und Gestaltung der Grünflächen diskutiert. Dabei wurde deutlich, wie groß der Bedarf an attraktiven Freiräumen und das Interesse an der Umgestaltung sind.
Den meisten der bei der Beteiligung geäußerten Wünsche konnte das Planungsteam nachkommen. Die Umgestaltung bewirkt so eine positive Identifizierung mit der eigenen Wohnsiedlung und dem Quartier. Entstanden ist ein attraktiver Freiraum, der wieder zum Verweilen einlädt und als Treffpunkt für die Anwohner dient.

Neue Fußwege und Aufenthaltsflächen

Ein wichtiges Element der Umgestaltung war der Aufbruch der Grünfläche im mittleren Teil der Siedlung zugunsten einer Durchwegung entlang der West-Ost-Achse und die Attraktivierung der Freiflächen mit Sitzmöglichkeiten. Des Weiteren wurden bestehende Fußwege verbreitert, die Eingangsbereiche neu und barrierefrei gestaltet und die bestehende Parkplatzsituation neu geordnet.

An den zentralen Weg angrenzend sind zudem Pflanzflächen mit Lavendel und Felsenbirnen entstanden. Alle Hauseingänge haben ein einheitliches Vegetationsbild mit einer niedrigen Rhododendren-Bepflanzung erhalten. Die Vegetation im restlichen Außenraum wird zudem durch einen Nasch-Pfad ergänzt, an dem die Bewohner verschiedene Obstsorten probieren können.

Um das Sicherheitsgefühl im Quartier zu stärken, wurden 60 Unterbodenstrahler installiert, die nun die bestehenden Bäume in der Siedlung indirekt beleuchten.
Die bisher als problematisch angesehenen Müllplätze wurden aufgewertet, vergrößert und haben darüber hinaus eine neue Mülleinhausung bekommen.

Spielflächen und Bolzplatz

Dem Bedarf an Spielflächen wurde im Rahmen der Umgestaltung nachgekommen. In den halbrunden Buchten entlang des zentralen Weges sind Spielgeräte und ein Sandkasten aufgestellt und eine Boulefläche errichtet worden. Zusätzlich zu den an den Weg angrenzenden Sandspielflächen wurden weitere Spielmöglichkeiten in der Siedlung verteilt – verschiedene Schaukeln, Balancier- und Klettermöglichkeiten.

Der größte Wunsch aus der der Planung vorangestellten Kinder- und Jugendbeteiligung waren gute Möglichkeiten zum Bolzen in der Siedlung, in der sich dies leider aufgrund von ungünstigen Flächenzuschnitten und Konflikten mit den Nachbarn nicht realisieren ließ. Dafür wurde aber eine geeignete Fläche auf dem Schulgelände der Mönchebergschule gefunden, die direkt an das Wohnquartier angrenzt. Dort ist nun ein hochmoderner und ganzjährig bespielbarer Bolzplatz entstanden, der neben den Schülerinnen und Schülern der Schule, unmittelbar den Kindern und Jugendlichen der Siedlung dient. Die Schule übernimmt die regelmäßige Pflege der Fläche.

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