Inhalte im Modellhaus
Wie kann moderne Technik das Leben zu Hause unterstützen?
Das interaktive Modellhaus gibt auf diese Frage anschauliche Antworten. Es zeigt verständlich, wie digitale und technische Lösungen im eigenen Zuhause funktionieren können. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, entdecken Sie die einzelnen Stationen und finden Sie heraus, welche Ideen Ihren Alltag zuhause erleichtern können.
Herdwächter
Der Herdwächter wird über dem Kochfeld angebracht und durch einen Elektriker fachgerecht mit der Stromzufuhr des Herdes verbunden. Dadurch kann der Herd nach einer voreingestellten Zeit automatisch ausgeschaltet werden. Vergessene Herdplatten gehen aus, bevor eine übermäßige Hitzentwicklung stattfindet. Der Herdwächter überwacht mit einem eingebauten Hitzesensor die Temperatur der Herd-Oberfläche. Sollte während der voreingestellten Kochzeit eine ungewöhnliche Hitzeentwicklung stattfinden, zeigt eine mehrfarbige LED das Ausmaß der Hitzeentwicklung an und warnt bei höchster Hitze zusätzlich durch einen Piepton. Wenn der Herd nun weiterhin angeschaltet bleibt, kappt der Herdwächter automatisch die Stromversorgung des Herdes.
Eine Förderung durch die Pflegekasse ist bei entsprechender Diagnose möglich.
Raumluftsensor
Sturzradarsensor
Der Sturzradarsensor arbeitet berührungslos mittels Radartechnologie. Es werden Radarstrahlen in den Raum geworfen und von Oberflächen reflektiert. Dadurch erkennt der Sensor Bewegungen im Raum. Im Unterschied zu herkömmlichen Notrufsystemen muss die betroffene Person keinen Knopf betätigen. Die Radar-Technologie ist eine datensparsame Alternative zur Kamera-Überwachung, da nur abstrakte Bewegungsmuster geprüft werden. Es wird kein Bild aufgezeichnet. Außerdem erkennt das Radar auch in dunklen Räumen Bewegungen, da hier ebenfalls die Strahlen reflektiert werden.
Das Sturz-Radar analysiert typische Muster, die auf einen Sturz hinweisen, wie eine schnelle Abwärtsbewegung und das anschließende reglose Liegen. Es wird automatisch eine festgelegte Meldekette aktiviert. Problematisch kann ein Sturz hinter strahlenblockierenden Möbeln sein, wie hohes Sofa, da dort u.U. nicht abgetastet werden kann.
Eine volle Kostenübernahme des Sturz-Radars als wohnumfeldverbessernde Maßnahme nach § 40 SGB XI ist möglich. Eine Förderung durch die Pflegekasse ist bei entsprechender Diagnose möglich.
Lichtsignalanlage
Die Signalanlage ist ein kabelloses Signal- und Benachrichtigungssystem, das Personen bei wichtigen akustischen Ereignissen im Haushalt unterstützt. Sobald ein angeschlossener Sender ein Ereignis erkennt, übermittelt er das Signal per Funk an alle Empfänger. Signalempfänger in verschiedenen Räumen blitzen auf, fangen an zu vibrieren oder geben einen Hinweiston von sich. Dadurch eignen sie sich für vielfältige Zielgruppen: Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung profitieren von den Blitz-Signalen und Vibrationen. Bewohner von weitläufigen Wohnungen oder Häusern profitieren von einer Erweiterung von Signalen.
Eine Förderung über das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen ist bei entsprechender Diagnose möglich.
KI-gestützter Hausnotruf
Ein Modul wird an Strom- und Wasserzähler montiert, wodurch der Verbrauch aufgezeichnet und zur Künstlichen Intelligenz (KI) übermittelt wird. Die KI lernt das Verhalten des Bewohners und meldet unnatürliche Veränderungen. Die KI erkennt veränderte Verhaltensweisen, beispielsweise den vergessenen Herd oder das Ausbleiben vom Drücken der Lichtschalter am Abend – denn im Anschluss an einen Sturz ist das Haus still; es läuft kein Wasser, es wird kein Strom verbraucht. Dabei werden dauerhaft betriebene Geräte erkannt, wie ein Kühlschrank, der von der KI automatisch herausgefiltert wird und nicht als Aktivitäts-Anzeige fungiert. Erkennt die KI eine auffällige Veränderung, kann sie Verwandte oder den Hausnotruf kontaktieren, sollte dieser eingebunden sein.
Smarte Hausbeleuchtung
Smarte Leuchtmittel sind LED-Lampen, die neben dem normalen Lichtschalter auch per App oder Sprache gesteuert werden. Farben und Helligkeit sind dabei variabel einstellbar. So können sie auch von mobilitätseingeschränkten Personen oder per Bewegungsmelder gesteuert werden. Da sich ein Mikrochip im Gehäuse der Glühbirne befindet, reicht der einfache Tausch einer Glühbirne, wie im Foto dargestellt, um die Lampe „smart“ zu machen. Denkbar ist auch ein beleuchteter Handlauf an der Treppe. Wichtig hier: Dieser strahlt nur nach unten, nicht blendend nach oben und verläuft durchgehend ohne Schattenwurf.
Sicherheit und Datenschutz
Digitale Sicherheit beginnt mit einfachen Maßnahmen. Verwenden Sie starke, möglichst automatisch generierte Passwörter und nutzen Sie für jeden Dienst ein eigenes, dabei kann ein Passwort-Manager unterstützen. Aktivieren Sie, wenn möglich, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für zusätzlichen Schutz. Halten Sie Ihre Geräte und Apps durch regelmäßige Updates aktuell, idealerweise automatisch, um Sicherheitslücken zu schließen. Richten Sie zudem automatische Datensicherungen ein, damit wichtige Informationen bei Verlust oder Defekt nicht verloren gehen.
Achten Sie bewusst auf die Datenschutz-Einstellungen Ihrer Geräte und Anwendungen. Prüfen Sie, welche Daten erhoben werden und deaktivieren Sie unnötige Zugriffe, etwa auf Standort, Mikrofon oder Kontakte. Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen und gehen Sie sorgfältig mit öffentlichen WLAN-Netzen um. So schaffen Sie mit überschaubarem Aufwand eine verlässliche Grundlage für mehr Sicherheit und Datenschutz im Alltag mit smarten Geräten.
Neutrale Informationsstellen:
BSI-Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Öffnet in einem neuen Tab)
Beratungsstellen der Polizei (Öffnet in einem neuen Tab)
Verbraucherzentralen zum Digitalen Verbraucherschutz (Öffnet in einem neuen Tab)
Kleine Helfer im Alltag
Fenstersteuerung per Fernbedienung, Treppenlifte oder ebenerdige Duschen - diese Veränderungen in der Wohnung können beim Tagesablauf unterstützen. Weitere Informationen, wie Sie bei sich zu Hause das Wohnumfeld anpassen können, gibt Ihnen die Caritas Wohnraumberatung (Öffnet in einem neuen Tab).
Sie informiert über Hilfsmittel, Anpassung der eigenen Wohnung oder des Hauses, mögliche Umbaumaßnahmen sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem erhalten sie Informationen zu barrierefreien Wohnmöglichkeiten in Kassel.