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Brand und Rauchausbreitung

Brandschutzinformation: Brandschutz in Wohngebäuden

Achtung! PDF enthält Bilder!

Bei Bränden in Gebäuden stellen der Rauch und seine rasche Ausbreitung die größte Gefährdung für Personen dar. Deshalb allgemeine Türen zu Wohnungen beziehungsweise Feuerschutztüren zu Keller- und Dachgeschossen sowie Rauchschutztüren in Fluren und Treppenräumen nicht verkeilen und stets geschlossen halten.

Durch den Kamineffekt ziehen Hitze und Brandrauch durch das Treppenhaus bis in die obersten Stockwerke.

Wenn Bewohner die Tür zum verqualmten Treppenhaus öffnen, geraten sie selbst dann in Lebensgefahr, wenn der eigentliche Brandherd weit entfernt ist.

Die meisten Personenschäden bei Gebäudebränden entstehen durch Rauch und nicht durch Brandverletzungen.

Wohnungsrauchmelder können Leben retten, besonders in der Nacht, wenn alle schlafen. Leider verfügten 1999 erst 5 Prozent der Einfamilienhäuser über Rauchmelder.

Brandschutz in der Wohnung

Mit Änderung der Hessischen Bauordnung vom 24. Juni 2005 müssen in Neubauwohnungen nach § 13 Abs. 5 HBO Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.

Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Für bestehende Wohnungen galt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2014.

Gemäß der Anwendungsnorm DIN 14676

müssen die zu installierenden Rauchwarnmelder nach der Gerätenorm DIN EN 14604 zertifiziert sein. Selbstverständlich beraten wir Sie auch gerne persönlich. Rufen Sie uns an.

Flucht- und Rettungswege

  • Flucht- und Rettungswege in Gebäuden sind Gänge, Flure oder notwendige Treppen.
  • Sie können in bestimmten Objekten durch Piktogramme gekennzeichnet sein.
  • In Hochhäusern über 22 Metern müssen zwei getrennte Treppenräume vorhanden sein. Fluchtwege sind von Gegenständen jeglicher Art freizuhalten, da sie eine Brand- oder Sturzgefahr darstellen.
  • Türen von Nebenräumen zu Rettungswegen müssen geschlossen sein.

Melde- und Löscheinrichtungen

  • Brandmeldeeinrichtungen sind Feuermelder, Telefone oder Handys.
  • In besonderen Wohnobjekten befinden sich Feuermelder in Fluren, Treppenräumen und Wandhydrantenschränken.
  • Löschgeräte sind Feuerlöscher und Wandhydranten. Sie befinden sich in der Nähe von Ausgängen, in Fluren und in Kellern meist vor Heizungsanlagen.

Wege für die Feuerwehr

  • Alle Zufahrtsstraßen und Wege für die Feuerwehr müssen ständig freigehalten werden und passierbar bleiben.
  • Sie dürfen auf keinen Fall als Parkplatz, auch nicht kurzfristig, genutzt werden.
  • Das Gleiche gilt für die Hydranten.
  • Auf dem Grundstück gekennzeichnete Wege oder Flächen für die Feuerwehr sind immer freizuhalten.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Beseitigung gefährlicher Anhäufungen brennbarer Abfälle und leicht entzündlicher Stoffe.
  • Freihaltung von Flucht- und Rettungs-wegen. Sie sind auch Angriffswege der Feuerwehr.
  • Überwachung der Kennzeichnung von Rettungswegen einschließlich der Ausgänge.
  • Überwachung der Freihaltung von Flächen für die Feuerwehr.
  • Sicherstellung des ungehinderten Zugangs zu Löschwasserentnahmestellen.
  • Überwachung der Einhaltung von Rauchverboten.
  • Erhaltung der Funktionsfähigkeit nicht-öffentlicher Brandmeldeanlagen.
  • Erhaltung der Funktionsfähigkeit von Feuerschutzeinrichtungen (regelmäßige Wartung).
  • Durchführung von Räumungsübungen (bei bestimmten Objekten).
  • Halten Sie Treppenhäuser und Flure (auch in Kellern und auf Dachböden) frei von Kinderwagen, Hausrat, Müll und anderen brennbaren Gegenständen.
  • Installieren Sie Rauchwarnmelder in Ihrer Wohnung. Sie warnen auch bei Brandrauch, der aus dem Treppenraum ein-dringt.
  • Wählen Sie sofort den Notruf 112, wenn Sie einen Brand entdecken. Warnen Sie auch Ihre Nachbarn.
  • Bewahren Sie Ruhe und folgen Sie den Anweisungen der Feuerwehr.

Brand im Treppenhaus – Wohnung ist sicher!

Feuerwehren warnen vor dem Kamineffekt, der bei Bränden im Treppenhaus entstehen kann.

Die eigene Wohnung ist dann der sicherste Ort. Schließen Sie die Tür zum Treppenhaus und machen Sie von einem Fenster aus die Feuerwehr auf sich aufmerksam.

Nutzen Sie die Möglichkeit und gestalten Sie Ihre Sicherheit aktiv mit.

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