Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus im Kasseler Stadtteil Mitte wurden am Mittwochmittag sechs Bewohner verletzt. Der Brand im Treppenraum des Hauses konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden, allerdings wurden zuvor der Treppenraum und Wohnungen des Gebäudes verraucht, wodurch der Rettungsweg für die Bewohner nicht nutzbar war und diese durch die Feuerwehr gerettet werden mussten.
Gegen 12.25 Uhr gingen am Mittwochmittag mehrere Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Kassel ein, die einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Westendstraße meldeten. Mehrere Bewohner sollten sich noch im Gebäude befinden. Umgehend wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuer- und Rettungswache 1 sowie der Rettungsdienst zum Einsatzort entsendet.
Vor Ort konnte eine starke Rauchentwicklung aus dem Eingangsbereich des Gebäudes festgestellt werden, der Treppenraum war bis zum Dach mit Brandrauch gefüllt und mehrere Menschen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen und der Rauch drückte durch ihre Türen. Umgehend wurde ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung in die oberen Stockwerke geschickt sowie ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung in den Keller.
Der Brand von Unrat im Untergeschoss des Treppenraums konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden. Parallel wurde der Treppenraum maschinell belüftet, um den Brandrauch ins Freie zu befördern. Anschließend konnten die Bewohner aus den Wohnungen geführt und vom Rettungsdienst untersucht und behandelt werden. Insgesamt wurden sechs Bewohner durch den Rauch verletzt und mussten rettungsdienstlich versorgt werden, drei davon mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert werden. Zur Brandursache ermittelt die zuständige Kriminalpolizei.