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Ausbau der Kreuzung Katzensprung: Rad- und Gehwegverbindung

Der Ausbau der Kreuzung Katzensprung schreitet voran: Ab April 2021 bis voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien 2021 werden die Rad- und Gehwegverbindungen verbessert. Gebaut werden barrierefreie Gehweganlagen, die Radinfrastruktur wird verbessert.

Kreuzung Katzensprung in Kassel von oben

Nachdem im Frühjahr 2018 als erster Bauabschnitt ein zusätzlicher Abbiegefahrstreifen in der Kurt-Wolters-Straße ergänzt wurde, sollen im zweiten Bauabschnitt (BA) barrierefreie Gehweganlagen gebaut und die Radinfrastruktur verbessert werden.

Die Kreuzung Weserstraße/Kurt-Wolters-Straße/Schützenstraße hat eine wichtige Funktion im Kasseler Straßennetz. Hier kreuzen sich die Bundesstraßen 3 und 7/83. Die Verkehrsbelastung der Weserstraße liegt zwischen 23.000 und 28.000 Kfz/24h. Die Kurt-Wolters-Straße und die Schützenstraße haben Verkehrsmengen von etwa 39.000 Kfz/24h bzw. 31.000 Kfz/24h. 

Durch die Nähe zur Universität Kassel, zu mehreren Schulen und zur Haltestelle „Katzensprung/Universität“ hat die Kreuzung auch eine hohe Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr. Die Fahrradroute 2 „Innenstadt-Fasanenhof-Ihringshausen“ verläuft über die Mönchebergstraße und die Kurt-Wolters-Straße zum Holländischen Platz. Die Fahrradroute 3 „Innenstadt-Wesertor-Wolfsanger“ führt über die Weserstraße und den Katzensprung zur Gartenstraße. Die vom Zweckverband Raum Kassel konzipierte Raddirektverbindung Helsa-Kaufungen–Kassel hat einen Abzweig zur Universität. Die Route verläuft von der Hafenbrücke über die Schützenstraße zum Katzensprung. 

Im  Verkehrsentwicklungsplan sind die Weserstraße und die Schützenstraße/Kurt-Wolters-Straße als Hauptrouten des Radverkehrs definiert. Je nach Flächenverfügbarkeit werden Radfahrer heute entweder auf Radwegen oder auf gemeinsamen Flächen mit Fußgängern geführt. An der Kreuzung Katzensprung gibt es kombinierte Furten für Fußgänger und Radfahrer. Dies führt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens oft zu Konflikten.

Notwendigkeit des Projektes – das wird gemacht

Der Planungsbereich umfasst die Kreuzung Katzensprung und die Kurt-Wolters-Straße bis zur Ein­mündung Artilleriestraße (siehe Lagepläne 1 und 2). Zusätzlich wird im Abschnitt von der Artilleriestraße bis zum Holländischen Platz eine Fahrbahndeckensanierung durchgeführt (siehe Blatt Nr. 3)

Die Radwege in der Kurt-Wolters-Straße erhalten eine Breite von 2,0 m mit Ausnahme des Abschnittes vom Katzensprung bis zur Mönchebergstraße, hier erhält der Radweg eine Breite von 2,75 m. Die Radwege werden durch einen Sicherheitstrennstreifen aus Kleinpflaster (b= 0,5 m) von der Fahrbahn abgegrenzt. Die Gehwege sind ca. 2,0 bis 3,0 m breit. Zwischen Geh- und Radweg wird ein 2-reihiger Kleinpflasterstreifen aus Basalt verlegt, der taktil erfasst werden kann. Als Oberflächen sind für die Gehwege Betonplatten und für die Radwege Asphalt geplant. Die vorhandenen Bordsteine zwischen der Fahrbahn und den Verkehrsanlagen für die Fußgänger und Radfahrer bleiben in der Regel erhalten. 

Während der Radweg von der Artilleriestraße zum Katzensprung ein Einrichtungsradweg ist, handelt es sich auf der anderen Straßenseite der Kurt-Wolters-Straße im Abschnitt von der Straße An der Ahna bis zur Weserstraße um einen Zweirichtungsrade Furt über die Mönchebergstraße wird daher rot eingefärbt.

Im Bereich der Bushaltestellen „Mönchebergstraße/Universität“ werden die Radwege unterbrochen, die Fläche der Haltestelle wird von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt.  

An der Lichtsignalanlage über die Kurt-Wolters-Straße in Höhe der Artilleriestraße soll die Furt von 4,0 m auf 5,0 m verbreitert werden. Die Mittelinsel wird als geteilte Querung barrierefrei ausgebaut. Die Bushaltestelle „Mönchebergstraße/Universität“ wird mit Sonderborden und taktilen Elementen ebenfalls barrierefrei ausgebaut. 

Trennung von Fußgänger- und Radverkehr

An der Kreuzung Katzensprung wird das Ziel verfolgt, Fußgänger- und Radverkehr voneinander zu trennen und alle Knotenpunktarme einheitlich auszubauen. Die neuen Radverkehrsfurten können in beide Richtungen genutzt werden. Sie erhalten eine Breite von 3,50 m. Sie werden deutlich von den Fußgängerfurten abgesetzt und getrennt signalisiert. 

Die Fußgängerfurten werden barrierefrei ausgebaut. Die Mittelinseln werden im Wesentlichen beibehalten. Die Insel in der nördlichen Weserstraße wird von 2,2 m auf 2,5 m verbreitert. Dazu muss die Fahrbahn etwas deutlicher verschwenkt werden als heute. 

Deutliche Veränderung

Eine deutliche Veränderung wird es in der nördlichen Weserstraße vor dem Haus Nr. 14 geben. Damit der Verbindungsweg zwischen der Weserstraße 14 und der Weserstraße 16 in Richtung Gartenstraße vom Radverkehr besser erreicht wird und der Fußgänger- und Radverkehr im Knotenpunktbereich besser getrennt werden kann, werden die Flächen vom Fahrbahnrand bis zum Gebäude mit einem Plattenbelag befestigt. Für den Radverkehr, der seine Fahrt in Richtung Weserspitze fortsetzen will, wird eine Rampenabfahrt parallel zum Fahrbahnrand geschaffen. 

Gegenüberliegend entsteht vor dem Haus Nr. 9 ein neuer Radweg parallel zum vorhandenen Baumstreifen. Der Radweg wird über eine Rampe vor dem Gebäude Weserstraße 11 erreicht. Mit dem Bau der Rampe wird auch die sich anschließende Fläche für den Fußgänger- und Radverkehr vergrößert, so dass die im Bestand vorhandene Engstelle an der Gebäudekante der Weserstraße 11 beseitigt werden kann. 

In der südlichen Weserstraße führt ein gemeinsamer Geh- und Radweg in Richtung Altmarkt. Dieser Weg soll im Bereich der dreieckigen Grünfläche in von 2,0 m auf 3,1 m verbreitert werden, um auch hier eine im Bestand vorhandene Engstelle zu beseitigen.  

Im gesamten 2. BA wird eine Sanierung der Fahrbahndecken durchgeführt. Eine Ausnahme stellt lediglich der Bereich des 1. BA dar. Hier wurde die Fahrbahndecke bereits in 2018 saniert.

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