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Klimabroschüre informiert über Erfordernisse der kommunalen Klimaanpassung

Eine neue Broschüre informiert über Wege der kommunalen Klimaanpassung: Von gut angepassten Baumarten über helle Beläge und mehr Schatten bis zur Versorgung besonders betroffener Seniorinnen und Senioren tut Kassel einiges, um dem veränderten Klima zu begegnen.

Meldungen von immer neuen Hitzerekorden im nunmehr zweiten Jahrhundertsommer hintereinander beherrschen derzeit die Berichte in den Medien. Der Klimawandel mit seinen inzwischen unumkehrbaren Folgewirkungen ist ultimativ da, auch in Kassel. Die hohen Temperaturen und die langanhaltende Trockenheit werden dabei offenkundig zunehmend zur Belastung für Mensch und Natur. 

Augenfälliges Beispiel dafür, wie Flora und Fauna unter den klimatischen Extremen zu leiden haben, sind unsere rund 86.000 Stadtbäume - und hier insbesondere die Straßenbäume. Aufgrund schlechter werdender Standortbedingungen haben es zunehmend auch die bisher bewährten Baumarten schwer, gesund zu bleiben und die übliche Lebens- und Standdauer zu erreichen. 

Ein weiteres sich häufendes Wetterphänomen sind die vermehrt auftretenden Starkregenereignisse, die ohne Vorwarnung niedergehen und dabei zu kleinräumigen, aber teils heftigen Überflutungen führen können - so geschehen beispielsweise an der Drusel im Jahr 2014 oder wiederholt an der Losse und am Wahlebach. 

Antworten auf Dutzende Fragen müssen gefunden werden

Auf welche Veränderungen, Notwendigkeiten und Risiken müssen wir uns also zukünftig einstellen und wie können wir den negativen Auswirkungen für Mensch, Natur und Infrastruktur entgegenwirken? Welche integrierten Strategien und welche konkret vorsorgenden Maßnahmen brauchen wir mit Blick etwa auf Bauen und Wohnen, auf Mobilität, auf die kommunale Infrastruktur und Stadtökologie, um die Lebensqualität für die Menschen in Kassel in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sicherzustellen? 

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Fachämter der Kasseler Stadtverwaltung unter Federführung des Umwelt- und Gartenamtes bereits seit einigen Jahren. Bei den verschiedenen Fachplanungen – etwa beim kommunalen Gebäudemanagement - gewinnen die Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung. 

Konkrete Beispiele aus der Praxis hier sind etwa:

  • die Verwendung "neuer", auch fremdländischer Baumarten, die sich in Zeiten des Klimawandels an anderer Stelle bereits bewährt haben.

  • Verwendung von möglichst hellen Belägen, um die Wärmeabstrahlung zu erhöhen.

  • Schaffung von Verschattung in Außenbereichen an städtischen Gebäuden, z.B. Kindertagesstätten.

  • Anreicherung des Stadtgebietes mit Grün, z.B. Etablierung einer regelmäßig getroffenen Festsetzung in Bebauungsplänen zur Dachbegrünung entsprechend geeigneter Dachflächen.

  • Betreuung von Senioren in ihren Wohnungen durch Stadtteiltreffs bei Hitze (u.a. genug trinken), Beispiel Piano e.V.

  • die Verwendung "neuer", auch fremdländischer Baumarten, die sich in Zeiten des Klimawandels an anderer Stelle bereits bewährt haben.

  • Verwendung von möglichst hellen Belägen, um die Wärmeabstrahlung zu erhöhen.

  • Schaffung von Verschattung in Außenbereichen an städtischen Gebäuden, z.B. Kindertagesstätten.

  • Anreicherung des Stadtgebietes mit Grün, z.B. Etablierung einer regelmäßig getroffenen Festsetzung in Bebauungsplänen zur Dachbegrünung entsprechend geeigneter Dachflächen.

  • Betreuung von Senioren in ihren Wohnungen durch Stadtteiltreffs bei Hitze (u.a. genug trinken), Beispiel Piano e.V.

 

Aber auch strategische Konzepte als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage sind erforderlich und wurden und werden entwickelt. So steht beispielsweise die Klimafunktionskarte als verbindliche Planungsgrundlage für kommunale Projekte und Vorhaben nach der Sommerpause zur politischen Beschlussfassung an.

 Mit den Bereichen Innenstadt, Frankfurter Straße und Park Schönfeld beteiligt sich die Stadt Kassel darüber hinaus an dem Städtebauförderprogramm Zukunft Stadtgrün des Bundes. Wichtige Ansätze sind hier Maßnahmen zur Straßenraumbegrünung bzw. Optimierung vorhandener Straßenbaumstandorte und die Möglichkeiten der Gebäudebegrünung. Weitere vorhabenbezogene Planungen im Zusammenhang mit Förderprogrammen des Landes, des Bundes und auf europäischer Ebene sind in Vorbereitung.

Koordinierende Stelle geplant

Eine Einrichtung einer koordinierenden Stelle, die das querschnittsorientierte Thema innerhalb der Verwaltung und mit externen Partnern vorantreibt, ist ebenfalls in der nächsten Zeit geplant. Die Stadt reagiert also bereits seit längerem auf verschiedenen Ebenen auf dem Feld der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Das allein reicht allerdings nicht aus. Klimapassung geht alle an: Jeder Bürger, Eigentümer oder Bauherr hat Möglichkeiten, hier fördernd tätig zu werden und individuelle Maßnahmen zu ergreifen. 

Hier setzt die Broschüre an. Sie will gleichermaßen informieren und sensibilisieren. Gleichzeitig gibt sie einen Überblick über bereits getroffene Maßnahmen im Bereich der kommunalen Klimaanpassung. 

 

Hier kann die kostenlose Broschüre angefordert werden:

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