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StromsparCheck Plus - Stadt Kassel

Steigende Energiepreise belasten vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Stromsperren können die für alle Beteiligten unangenehme Folge sein. Wie man einfach und wirkungsvoll Energie sparen kann, wissen viele Betroffene oft nicht. Dabei kann es ganz einfach sein.

Hilfe zur Selbsthilfe: Energiespar-Aktion für einkommensschwache Haushalte

Das Wie vermitteln die Stromsparhelfer des bundesweit laufenden Projektes „Stromspar-Check PLUS“. Es läuft seit einigen Jahren in Kassel mit Unterstützung der Stadt Kassel, der Städtischen Werke, des BUND, der Caritas Nordhessen-Kassel und der ENERGIE 2000. Initiatoren sind der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt ebenso. 

Es sind inzwischen mehrere geschulte Stromsparhelfer im Einsatz, die zuvor langzeitarbeitslos waren. Die Stromspar-Teams beraten Haushalte mit geringem Einkommen kostenfrei zuhause. Diese haben bis Ende 2015 rund 500 Haushalte beraten und dort kostenfreie Energie- und Wassersparartikel im Wert von jeweils rund 70 Euro eingebaut und so Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. In Anspruch nehmen können den Stromsparcheck nach wie vor Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld, Kinderzuschlag und allen Personen, deren Einkommen unter der Pfändungsfreigrenze von 1.049 Euro liegt.

Bei einem ersten Besuch werden sämtliche Strom- und Wasserverbräuche aufgenommen. Zusammen mit einer Analyse des Nutzungsverhaltens werden aus diesen Angaben eine individuelle Auswertung erstellt und die entsprechenden Einsparpotenziale berechnet. Beim zweiten Besuch erhält der Haushalt dann kostenlos sinnvolle Energie- und Wassersparartikel sowie praktische Tipps für weitere Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensveränderungen beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen.

Mit den Soforthilfen kann jeder Haushalt jährlich im Durchschnitt bis zu 150 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen. Mit jedem Check werden zudem über die Lebensdauer der Soforthilfen rund zwei Tonnen CO2-Emmissionen vermieden.

Auch die Kommunen profitieren von der Aktion. Schließlich schont ein sinkender Energieverbrauch das Klima und hilft Umweltschutzziele zu erreichen.

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