Kassels Wärmeplanung

Hessens Kommunen müssen dem Land bis Ende 2026 eine kommunale Wärmeplanung vorlegen. Deshalb erarbeitet Kassel derzeit eine Wärmeplanung für die Stadt. Hier erfahren Sie, wie diese Erarbeitung funktioniert, können aktuelle Ergebnisse einsehen und werden über die nächsten Schritte informiert.

Wir erklären es anschaulich im Video

Was ist eine kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Prozess, bei dem die Stadt Kassel gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Bürgerinnen, Bürgern und lokalen Akteuren einen Plan entwickelt, wie die Wärmeversorgung verlässlich, klimaneutral und bezahlbar gestaltet werden kann. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, erneuerbare Energien zu fördern und die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Kern der Wärmeplanung ist aufzuzeigen, wo Wärmenetze eine gute Option der Wärmeversorgung sein können und wo eine individuelle Wärmeversorgung besser geeignet ist. Aus der Wärmeplanung geht ausdrücklich keine Verpflichtung für Gebäudeeigentümerinnen und ‐eigentümer hervor, ein bestimmtes Heizsystem zu errichten und zu nutzen. Mit welcher Technik bzw. Heizungsanlage zukünftig erneuerbar geheizt wird, kann nach wie vor frei gewählt werden.

Sie haben Fragen? Hier finden Sie die Antworten!

Fragen und Antworten zur kommunalen Wärmeplanung

Offenlage kommunaler Wärmeplan

Die Stadt Kassel veröffentlicht den Entwurf des ersten kommunalen Wärmeplans. Mit der öffentlichen Auslegung haben alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Verbände die Möglichkeit, sich bis einschließlich Sonntag, 22. Februar 2026, über die Inhalte zu informieren und Rückmeldungen zu geben.

Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete

Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete

Ein zentrales Ergebnis der Wärmeplanung sind die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete, bei denen zwischen folgenden Gebieten unterschieden wird:

  • Bestehendes Wärmenetzgebiet (Orange): Hier liegt bereits ein Wärmenetz und Sie können über den  Fernwärme-Check der Städtischen Werke AG (Öffnet in einem neuen Tab) prüfen, ob ein Anschluss daran möglich ist.
  • Ausbaugebiet für Wärmenetze für die Zieljahre 2030 und 2035 (Gelb/ Beige): Hier gibt es konkrete Planungen, Wärmenetze auszubauen. Es lohnt sich zu prüfen, wann genau ein Anschluss an das Wärmenetz möglich ist.
  • Wärmenetzprüfgebiete für Fernwärme (Hellblau) und Nahwärme (Dunkelblau): Hier ist aktuell noch unklar, ob ein Wärmenetz vorteilhaft gegenüber einer Einzelversorgung ist. Bis spätestens zum Jahr 2030 soll darüber Klarheit geschaffen werden. Im Zweifel kann in diesen Bereichen jederzeit auf eine individuelle erneuerbare Heizung umgestellt werden.
  • Einzelversorgungsgebiete bzw. gebäudeindividuelle Versorgung (Grau): In diesen Gebieten eignen sich insbesondere Einzellösungen zum Beheizen der Gebäude, wie z.B. Wärmepumpen.

Die kommunale Wärmeplanung bietet damit eine wichtige Informationsgrundlage für Zukunftsinvestitionen und den Umbau der lokalen Wärmeversorgung in Kassel. Die Wärmeplanung ist jedoch rechtlich nicht bindend – sie verpflichtet also nicht zur Wahl eines bestimmten Heizsystems. Sie sagt auch nicht aus, wo definitiv Wärmenetze installiert werden, sondern lediglich, wo Wärmenetze geeignet sind.

Der kommunale Wärmeplan und das dazugehörige Kartenmaterial kann in den nachfolgenden Dokumenten eingesehen werden.

Ihre Stellungnahme

Stellungnahmen zum Wärmeplan können während der Dauer der Veröffentlichungsfrist von Freitag, 23. Januar 2026 bis einschließlich Sonntag, 22. Februar 2026 schriftlich auf elektronischem Weg (Postfach:  waermeplanungkasselde) oder per Brief an die Abteilung Umweltplanung im Umwelt‐ und Gartenamt, Friedrich‐Ebert‐Straße 16, 34117 Kassel abgegeben werden.

Nächste Schritte

Nach der sorgfältigen Auswertung der Stellungnahmen, die bis Sonntag, 22. Februar 2026, eingegangen sind, werden mögliche Anpassungen im Wärmeplan geprüft. Danach wird der Wärmeplan den Gremien der Stadt Kassel zur Beschlussfassung vorgelegt.


Genau hingeschaut: die fünf Schritte des kommunalen Wärmeplans

Die Wärmeplanung der Stadt Kassel gliedert sich in verschiedene Arbeitsschritte, die Sie sich nachfolgend genauer anschauen können.

Schritt 3: Potenzialanalyse (in Offenlage)

Die Stadt Kassel veröffentlicht die Potenzialanalyse. Mit der öffentlichen Auslegung haben alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Verbände die Möglichkeit, sich bis einschließlich Sonntag, 8. Februar 2026, über die Inhalte zu informieren und Rückmeldungen zu geben.

In der Potenzialanalyse wurde untersucht, welche Möglichkeiten es für erneuerbare Energien in Kassel gibt. Dazu gehören zum Beispiel Solarenergie, Erdwärme oder Abwärme, die nicht vermieden werden kann. Außerdem wurde geprüft, wie und wo Energie eingespart werden kann.

Ziel der Darstellung dieser Informationen ist es, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern konkrete Anhaltspunkte zu geben, welche Energiequellen sie in ihren Planungen genauer untersuchen sollten. Bei der Analyse wurden bestimmte Gebiete ausgeschlossen, zum Beispiel Wasserschutz‐ oder Heilquellengebiete. Zusätzlich wurden Karten erstellt, die zeigen, wo und wie viel Energie im Gebäudebereich, sowie in Gewerbe und Industrie eingespart werden kann.

Die Ergebnisse und die Vorgehensweise der Potenzialanalyse können in den nachfolgenden Dokumenten eingesehen werden.

Stellungnahmen zur Potenzialanalyse können während der Dauer der Veröffentlichungsfrist vom Freitag, 9. Januar 2026 bis einschließlich Sonntag, 8. Februar 2026 schriftlich auf elektronischem Weg (Postfach:  waermeplanungkasselde) oder per Brief an die Abteilung Umweltplanung im Umwelt- und Gartenamt, Friedrich-Ebert-Straße 16, 34117 Kassel abgegeben werden.

Kartenmaterial zur Potenzialanalyse