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Sigmund Aschrott

Quelle: wikimedia commons / gemeinfrei

Gründer des Stadtteils Vorderer Westen und Wohltäter der Stadt

Der am 14. Juni 1826 in Hochheim/Main geborene Industrielle war der Gründer des Stadtteils Vorderer Westen (ehem. Hohenzollernviertel. Seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts hatte der ursprüngliche Textilunternehmer maßgeblich die Entwicklung Kassels von der kleinstädtischen Residenz- zur Großstadt geprägt. Weitsichtig erschloss er den Westen der Stadt und gab ihm ein Gepräge, das den Metropolen ähneln sollte. Mit Schenkungen und Stiftungen förderte er das Kasseler Gemeinwesen maßgeblich und nachhaltig.

Der Stadt schenkte er unter anderem das Stadthallengrundstück und den Aschrottbrunnen am Rathaus, der später von den Nazis zerstört wurde, da er - schon zu Lebzeiten - Ziel antisemitischer Attacken war. 

Mit Stiftungen wie dem "Dr. Aschrott- Wohlfahrtshaus" und der Einrichtung "Marie v. Boschan-Aschrott Altersheim" sowie der Schenkung umfassender Grundstückareale an die Stadt setzten sein Sohn Felix und seine jüngste Tochter Marie v. Boschan die Wohltätigkeitsbemühungen des Vaters fort. Heute erinnert in Kassel auch die Aschrottstraße an ihn, und seiner Frau Anna, geb. Herz, ist die Annastraße gewidmet.

Immer wieder war Aschrott aber auch Anfeindungen ausgesetzt, nicht zuletzt aufgrund seiner jüdischen Abstammung. Er starb am 5. Mai 1915 in Berlin.

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