Festival Grafisches Erzählen

An vier Festivaltagen erwarten Sie Lesungen und Diskussionen rund um Comics und Graphic Novels. Es wird lustig, dramatisch, historisch, musikalisch, dichterisch, visionär, biografisch, poppig, klassisch, multimedial, bunt und abwechslungsreich sowieso. 

Zum fünften Mal lädt das Literaturhaus Nordhessen zum Festival Grafisches Erzählen ein. Das Festival präsentiert einmal mehr aktuelle und prominente Werke des Grafischen Erzählens und des Comics. 

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Comic und Musik: So bietet bereits der Eröffnungsabend ein besonderes Highlight: Bernhard Skopniks grafische Erzählung „My Name Is Jack And I Live In The Back“ wird von Axel Garbelmann (Rezitation) und Sven Krug (Kontrabass) gemeinsam interpretiert. Projektion, Rezitation und Jazzimprovisation versprechen ein außergewöhnliches audio-visuelles Ereignis. Auch die Klasse Illustration und Comic der Kunsthochschule Kassel ist wieder mit dabei. Junge Talente geben einen querschnitthaften Einblick in ihre aktuellen Themen und künstlerischen Arbeiten.

Dieses Jahr im Kulturzentrum Schlachthof

Aufgrund der wenig planbaren Pandemie-Situation findet das Festival dieses Mal nicht im angestammten Domizil, dem Kunsttempel, statt. Stattdessen wurde mit dem Kulturzentrum Schlachthof ein deutlich größerer Spielort gewählt.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Einlass jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Je nach Pandemielage ist ggf. eine Platzbuchung über Tickettoaster von 1,- Euro pro Veranstaltung nötig. Bitte informieren Sie sich vorab auf  www.schlachthof-kassel.de. (Öffnet in einem neuen Tab)

Programm

Bernhard Skopnik

Mittwoch, 20. April

  • Mittwoch, 20. April
    19 Uhr: Festivaleröffnung
    19.15 Uhr: Bernhard Skopnik – „My Name is Jack And I Live in the Back“ - Projektion, Rezitation, Jazz!
    Jack mäandert durch das Künstlerbuch des Kasseler Zeichners und Grafikers Bernhard Skopnik. Text und Bild gehen eine eigenwillige Verbindung ein. Dieser Jack in engem Overall, mit Panzerknacker-Maske begleitet den Text, akzentuiert, umtänzelt ihn. Rezitator Axel Garbelmann und der Kasseler Bassist Sven Krug erwecken Jack auf ihre ganz besondere Weise zum Leben. Bernhard Skopnik erzählt im Anschluss vom Making Of.
Josephine Mark

Donnerstag, 21. April

  • 19 Uhr: New Short Stories
    Die Klasse Illustration und Comic der Kunsthochschule Kassel gibt Einblicke in ihre aktuellen Arbeiten und Themen. 
  • 20.30 Uhr: Zwerchfell-Abend
    Josephine Mark (Leipzig) präsentiert ihre schwarzhumorige Cowboy-Satire „Murr“: Ein Revolverheld, wie er im Buche steht, grimmig, brutal, ein Schurke ohne Furcht und Skrupel. In „Prinz Gigahertz” arbeitet sich Lukas Kummer (Kassel) visuell berauscht an der High Fantasy ab, lässt dabei scheinbar kein Klischee unbeachtet und strickt aus den bekannten Zutaten des Genres ein spannendes Märchen für Erwachsene. Christopher Tauber (Frankfurt/M.) ist Comic-Autor und Zwerchfell-Verleger: Er stellt den 1988 gegründeten Verlag und sein Programm vor. 
Stefan Haller

Freitag, 22. April

  • 19 Uhr: „Schattenmutter"
    Stefan Haller (Zürich) erzählt von seiner Familie und seiner psychisch kranken Mutter. Schicksalsergeben und bis zur Selbstaufgabe wird in der Familie geschwiegen. In „Schattenmutter“ bricht Stefan Haller das Schweigen und versucht, seine und die Biografie der Mutter anhand ihrer Tagebücher zu entwirren.
  • 20.30 Uhr: „Vatermilch – Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss“
    Disko, freie Liebe, Kokain- und Champagnerexzesse, das ist die Welt von Rufus Himmelstoss. Uli Oesterle (München) erbringt mit seinem schonungslosen Vater-Sohn-Porträt „Vatermilch“ den Beweis, dass eine Graphic Novel über Alkoholismus und Verantwortung tiefgehend und sensibel sein kann und zugleich wahnsinnig unterhaltsam.
    Im Anschluss Gespräch mit Stefan Haller und Uli Oesterle.
Reinhard Kleist

Samstag, 22. April

  • 18 Uhr: „Sibylla“
    Max Baitinger (Leipzig) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Barockdichterin Sibylla Schwarz (1621-1638) aus der Vergessenheit zu holen. Er verbindet Leben und Werk mit seiner ganz eigenen Betrachtung ihrer Person und lässt uns am Entstehungsprozess seiner Comicbiografie teilhaben.
  • 19.30 Uhr: „Goldjunge – Beethovens Jugendjahre“
    Wer war Beethoven, bevor er zu einem der größten Komponisten aller Zeiten wurde? Dieser und anderen Fragen widmet sich Mikael Ross (Berlin) in „Goldjunge", wo er anhand tatsächlicher Aufzeichnungen eines Kindheitsfreundes von Beethoven dessen Aufwachsen als Sozialdrama zwischen Ken Loach und dem Kleinen Nick imaginiert.
  • 21 Uhr: „Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years“
    1972 erlebte die Geburt des Rock'n'Roll-Messias Ziggy Stardust, dessen provokantes Spiel mit sexueller Identität und Geschlechterrollen den Grundstein für David Bowies beispiellose Karriere legte. Reinhard Kleist (Berlin) erzählt in „Starman“ von Aufstieg und Fall eines der wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte