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Dr. h.c. Georg-August Zinn

Landesvertretung Niedersachsen, Empfang, Strobel, Zinn, Schäfer

Kasseler Sozialdemokrat wurde Hessischer "Landesvater"

Georg-August Zinn wurde als langjähriger Hessischer Ministerpräsident (1950 bis 1969) zum „Landesvater“. Zinn war als Sohn eines Oberingenieurs in Frankfurt a. M. geboren worden. Später zog die Familie nach Kassel, wo der Vater eine leitende Stellung bei Henschel übernahm. Zinn selbst studierte Jura und eröffnete 1931 eine Kanzlei in Kassel. 1929 wurde er für die SPD in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, wo er gegen die Nationalsozialisten um Roland Freisler stritt und sich noch 1933 an Protestaktionen beteiligte. 1945 kehrte er aus US-Kriegsgefangenschaft zurück, wurde zum Justizminister des Landes Hessen berufen und wirkte als einer der einflussreichsten Abgeordneten im Parlamentarischen Rat am Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit. 1949 wurde er für den Wahlkreis Kassel in den Deutschen Bundestag gewählt, bevor er 1950 Hessischer Ministerpräsident wurde. Als solcher setzte er Impulse u.a. für die Integration der Flüchtlinge („Großer Hessenplan“) sowie in Sozialpolitik und Wohnungsbau. Hessen erlebte einen starken wirtschaftlichen Aufschwung und wurde führendes Geberland im Länderfinanzausgleich. Zinn war Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und wurde 1971 mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet. In Kassel erinnert die Georg-August-Zinn-Europaschule an ihn.

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