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14. Mai: Unabhängigkeit des Staates Israel

Als Zeichen der Freundschaft zu Israel weht am Tag der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israels 1948 die blau-weiße Flagge mit dem Davidsstern vor dem Kasseler Rathaus. Damit will die Stadt ihre besondere Verbundenheit mit Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens sichtbar machen.

Der Davidsstern und die Farben des jüdischen Gebetsschals sind die Symbole der Flagge Israels

Das Judentum hat in Kassel als Religion von Tausenden seiner Bürgerinnen und Bürger über Jahrhunderte seinen festen Platz gehabt und die Stadt maßgeblich geprägt. Herausragende Vertreter sind beispielsweise Sigmund Aschrott als Vater des Vorderen Westens, Paul Julius Reuter als Begründer der weltumspannenden Nachrichtenagentur Reuters oder auch Sara Nussbaum als Rückkehrerin aus dem KZ Theresienstadt und erste Ehrenbürgerin Kassels. Diese Tradition für ganz Europa im Holocaust auszulöschen, war Ziel des Nazi-Terrors. Dass nach diesem unfassbaren Verbrechen ein Neubeginn möglich wurde, ist eines der größten Hoffnungszeichen der Menschheitsgeschichte. Die israelische Flagge mit ihren religiösen Bezügen sei ein besonderes Symbol dafür.

Die Verbindung Kassels mit Israel und zu Menschen jüdischen Glaubens hier und weltweit ist in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker geworden. So entstand nach dem Krieg durch den Verein der ehemaligen Kasseläner in Israel ein festes Band in das Heilige Land. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, deren langjährige Geschäftsführerin Dr. Eva-Maria Schulz-Jander 2020 zur Ehrenbürgerin Kassels ernannt wurde, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Kassel treten für Erinnerung und Versöhnung ein. Die Städtepartnerschaft Kassels mit Ramat Gan, die seit 1990 besteht, gab der Verbindung und der gelebten Völkerverständigung einen festen Rahmen. Heute existieren wieder eine Synagoge und eine lebendige jüdische Gemeinde in Kassel. Auch Hunderte Stolpersteine halten die Erinnerung an viele Menschen fest, die Opfer des antisemitischen Terrors wurden.

„Wir als Demokraten wollen in unserem Land dafür einstehen, dass jede und jeder, ungeachtet Herkunft oder Religion, ohne Angst und in Würde hier frei leben kann. Dies gilt gerade auch für Menschen jüdischen Glaubens. Ihnen überall und den Menschen in Israel besonders wünschen wir am Unabhängigkeitstag Frieden und Glück“, sagt Oberbürgermeister Christian Geselle, seit dessen Amtsantritt die israelische Flagge jährlich zu diesem Tag vorm Kasseler gehisst wird.

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