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Ausländerbeirat

1981 wählte die ausländischen Bevölkerung in Kassel erstmals einen Ausländerbeirat gemäß einer kommunalen Satzung. Wahlberechtigt sind ausländische Einwohner und Staatenlose.

Zeichnung, Hände greifen ineinander

Der Kasseler Ausländerbeirat war einer der ersten in der Bundesrepublik und nahm aufgrund seiner Mitwirkungsmöglichkeiten eine Vorreiterrolle ein. Das "Kasseler Modell" stand Pate für die Gründung vieler Ausländerbeiräte in Deutschland und im benachbarten Ausland. Und seit 1992 gibt es Ausländerbeiräte in allen hessischen Gemeinden mit mehr als 1000 ausländische Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die Wahlperiode des Gremiums, dem in Kassel 37 Mitglieder angehören, dauert fünf Jahre. Gewählt wird nach den gleichen Grundsätzen wie bei den allgemeinen Kommunalwahlen. Wahlberechtigt sind nur ausländische Einwohner und Staatenlose. Deutsch-ausländische Doppelstaatler und Personen, die in Deutschland eingebürgert wurden, verfügen über das passive Wahlrecht. Das bedeutet, dass sie auf einer von den ausländischen Einwohnern aufgestellten Liste kandidieren dürfen, sich selbst aber nicht an der Wahl durch Stimmabgabe beteiligen können. Diese Möglichkeit wurde geschaffen, um die Mitwirkungsmöglichkeiten jüngerer Menschen zu stärken. Hintergrund ist, dass die zweite und dritte Generation der Zuwandererinnen und Zuwanderer sich oft einbürgern lassen. Die Aufgabe des Beirats besteht in der Beratung der Stadtverwaltung zu den speziellen Belangen und Interessen der zugewanderten Bevölkerung. Der Ausländerbeirat entsendet Vertreterinnen und Vertreter in die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung, die Kommissionen des Magistrats, die Ortsbeiräte sowie eine Reihe weiterer politischer Gremien. Er hat auch ein Antragsrecht in der Stadtverordnetenversammlung. 

Ansprechpartner für Migrantinnen und Migranten
Zuwanderinnen und Zuwanderer stehen in der neuen Heimat vor großen Herausforderungen. Viele Fragen, Unkenntnis über die Strukturen in Deutschland und die Sprachbarriere machen die Orientierung oftmals schwierig. Der Ausländerbeirat möchte Migrantinnen und Migranten in der Stadt Kassel mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im Mittelpunkt steht die Idee einer vertrauensvollen Verweisberatung - gegebenenfalls in der eigenen Muttersprache - von Menschen für Menschen, die eine einschneidende gemeinsame Erfahrung teilen: sich in der Fremde zurecht finden zu müssen. Wenn Sie Fragen haben zu: 

·   behördlichen Schreiben
·   Leben und Alltag in Kassel
·   Bildung und Karriere etc.

Kommen Sie zu uns - wir helfen gerne weiter!

Sprechzeiten sind:

  • Dienstag von 9 bis 12 Uhr
  • Donnerstag von 14 bis 17 Uhr.

Mitglieder des Ausländerbeirats

Kontakt

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