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Auslandspraktikum in Västerås

In einem interessanten Erfahrungsbericht schildert Lisa-Marie Kesting ihre Erlebnisse, die sie während eines Auslandspraktikums in der Stadt Västerås in Schweden gemacht hat. Das Auslandspraktikum fand in der Zeit vom 29. September bis 27. Oktober 2018 statt.

Ein Erfahrungsbericht von Lisa-Marie Kesting

Im Rahmen des dualen Studiums „Bachelor of Arts – Public Adminstration“ ermöglicht die Stadt Kassel ein Auslandspraktikum zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres oder zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres. Für mich ging es deshalb am 29. September für vier Wochen Richtung Västerås in Schweden. Västerås liegt etwa 110 km von der Hauptstadt Stockholm entfernt, am See Mälaren.

An meinem ersten Tag konnte ich die Stadt schon gut erkunden, da die Unterkunft sehr zentrumsnah liegt. Auch ein Lebensmitteleinkauf war am Sonntag möglich. Ich konnte eine kleine Tour durch die Stadt machen und fand mich schon schnell zurecht.

Der Vasapark liegt direkt am Rathaus und verbindet die Innenstadt mit dem See Mälaren. Neben dem Park findet man das Konzerthaus und auf der anderen Seite das Schloss von Västerås. Am See fand ich meinen Lieblingsplatz. In einem Winter möchte ich noch einmal hin, denn dann friert der See zu und man kann darauf Schlittschuh laufen.

Aber wie läuft das Praktikum in einer fremdsprachigen Stadtverwaltung ab? In Västerås sind Kristina Olström und Maria Thunberg die Ansprechpartner, beide arbeiten im HR-Center, was mit dem Personal- und Organisationsamt vergleichbar ist. Die beiden ntwickeln einen Plan für die Wochen, der euch von Beginn an zeigt, was ihr alles sehen werdet – und das ist wirklich viel. Jeden Tag geht es in ein anderes Amt und einen anderen Bereich. Das war super interessant, da man so viel von der schwedischen Stadtverwaltung kennenlernen konnte. Wie wohl die meisten, kann ich kein Schwedisch sprechen, dies war jedoch kein Problem, da die Schweden wirklich einwandfreies Englisch sprechen können. Dies liegt wohl daran, dass es in Schweden keine Synchronisation von Serien und Filmen gibt, sondern nur schwedische Untertitel.

Auch wenn mal eine englische Vokabel fehlt, kann man das deutsche oder auch  schwedische Wort aussprechen und der Redefluss wird nicht unterbrochen, da sich die schwedische Sprache aus der deutschen gebildet hat und sich dadurch viele Wörter ähneln. Hier einige Beispiele:


Schwedisch - Deutsch

  • Stadshus – Rathaus
  • Kaffe – Kaffee
  • Månad – Monat
  • Registrera – anmelden
  • Familj – Familie
  • Butik – Laden


Zu Beginn des Praktikums hatte ich einige Befürchtungen, dass meine Englischkenntnisse nicht ausreichen könnten, doch nach kurzer Zeit legte sich das auch schon, da man schnell in die englische Sprache reinkommt, wenn man gezwungen ist, sie zu nutzen. Also keine Angst, das wird alles!

Mein tägliches Highlight in Schweden war die „Fika“. Die „Fika“ ist eine täglich zweimal stattfindende Kaffeerunde mit allen Kollegen/Kolleginnen der Abteilung, welche 15 – 45 min dauert und teil der Arbeitszeit ist. Diese Runden haben mir immer besonders gefallen, da man so auch private Gespräche mit den schwedischen Kollegen/Kolleginnen führen konnte und auch etwas von dem Leben neben der Arbeit kennenlernen konnte. Es war immer ein reger Austausch und ein Frage-Antwort-Spiel, sowohl auf der deutschen als auch auf der schwedischen Seite, denn auch die Schweden interessierten sich für das Leben und Arbeiten in Deutschland. Eine weitere Besonderheit war, dass die Schweden sich immer duzen. Das ein schwedisches Möbelhaus uns in ihren Werbungen immer mit „Du“ anspricht, ist also nicht nur zu Werbezwecken, sondern normaler Alltag in Schweden.

Auch rund um das Praktikum in der Stadtverwaltung, lässt sich einiges unternehmen. So kann man mit dem Fahrrad, welches von der Stadt Västerås gestellt wird, auf die Insel Björnö fahren, zum Einkaufszentrum, zu dem größten Grabhügel Schwedens und noch so viel mehr.

Das Auslandspraktikum in Schweden war wirklich eine unglaubliche Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte und an das ich mich immer wieder gerne erinnern werde. Ich konnte einiges für mein zukünftiges Arbeitsleben lernen und mitnehmen und bin sehr dankbar, dass die Stadt Kassel mir das ermöglicht hat.

Lisa-Marie Kesting

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