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Auslandspraktikum in Mulhouse

In einem interessanten Erfahrungsbericht schildert Sophie Häfner ihre Eindrücke, die sie während eines Auslandspraktikums in der Stadt Mulhouse in Frankreich gewonnen hat. Das Auslandspraktikum fand in der Zeit vom 1. bis 15. September 2018 statt.

Ein Erfahrungsbericht von Sohpie Häfner

Am 1. September 2018 ging es bereits früh mit dem Zug in Richtung Mulhouse. Trotz der langen Verspätung wurde ich sehr freundlich von Martine Moser, der Chefin der Abteilung für internationale Zusammenarbeit, begrüßt. Sie brachte mich ins nahe gelegene Hotel, wo ich erstmal mein Zimmer beziehen konnte. Es lag sehr zentral, sodass ich fußläufig alles gut erreichen konnte. Doch auch bezogen auf die Einrichtung  blieben keine Wünsche offen, da ich neben einem relativ großen Wohn- und Schlafraum auch eine kleine Küchenzeile sowie ein geräumiges Badezimmer hatte.

Am Abend aßen wir nach einem kleinen Spaziergang durch die Mulhouser Innenstadt mit ihrer Tochter Charlotte gemeinsam in einem französischen Restaurant. Es war ein gemütlicher und ungezwungener Abend, durch welchen ich nicht nur die Stadt näher kennenlernen konnte. In den folgenden zwei Wochen konnte ich die Stadt sowie ihre Geschichte genauer entdecken. Mulhouse liegt am Dreiländereck Frankreich-Schweiz-Deutschland. Diese Lage prägt die Gegend nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern ebenfalls in gastronomischer. Auch für die Elsässer Weinstraße ist die Gegend rund um Mulhouse sehr bekannt. Doch ich lernte nicht nur die ehemalige Industriestadt Mulhouse und ihre Geschichte kennen. Ich nutzte ebenfalls die geographische Lage und verbrachte einen Tag in Basel und erkundete die Weinstraße.

An meinem ersten Tag im Büro wurde ich sehr freundlich begrüßt. Die Abteilung für internationale Zusammenarbeit besteht neben Martine Moser noch aus zwei weiteren Mitarbeitern – Claudia Meschede und Cédric Rene. Vorerst stellte man mir den Aufbau der Stadtverwaltung grob vor und besprach den Plan für die kommenden zwei Wochen. Da man wollte, dass ich viel sah während meines kurzen Aufenthaltes, besuchte ich jeden Tag eine andere Abteilung. Doch auch obwohl der Plan bereits fertig war, konnte ich meine eigenen Wünsche und Ideen äußern und den Plan aktiv mitgestalten. So besuchte ich zum Beispiel die Musikschule, wo ich neben der Verwaltung auch die einzelnen Bereiche kennenlernte, in denen die Schüler nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, musikalisch, tänzerisch oder auch im Bereich des Schauspiels lernen. Zudem begleitete ich eine Vernissage in La Kunsthalle, welche sich in der oberen Etage der Universität befindet.

Doch auch die Verwaltung des Zoos konnte ich näher kennenlernen und bekam eine kleine Führung. Durch die Möglichkeit, an einer Stadtführung für eine deutsche Klasse teilzunehmen, lernte ich außerdem viel über die Geschichte von Mulhouse. Durch die herzliche und offene Art habe ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Doch jene erfuhr ich nicht nur innerhalb des Teams um Martine Moser, auch innerhalb der besuchten Abteilungen gab man sich sehr viel Mühe.

Die Mentalität der Franzosen ist mir nach den zwei Wochen sehr positiv in Erinnerung geblieben. Gerade die ausgiebigen Mittagspausen schienen dort sehr wichtig zu sein, um auch Kontakte außerhalb des eigenen Büros zu pflegen und das Arbeitsklima und das eigene Wohlbefinden zu steigern. Zusammenfassend war es also eine schöne Zeit, in der ich eine fremde Stadtverwaltung sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die heimische Verwaltung kennenlernen konnte. Sodass ich neben den vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen auch die herzliche und offene Art sowie einige kleine Leckereien wieder mit nach Deutschland nehmen konnte. 

Sophie Häfner

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