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Bundessozialgericht

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel ist das oberste Gericht der Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland. Der monumentale neoklassizistische Gebäudekomplex wurde von 1936 bis 1938 als Wehrkreisdienstgebäude und Generalkommando erbaut und steht unter Denkmalschutz.

Oberste Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland

das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel ist das oberste Gericht der Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland. Neben dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt, dem Bundesfinanzhof in München, dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe und dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist es einer der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes. Errichtet wurde das Bundessozialgericht auf Grundlage von Artikel 95 Absatz 1 des Grundgesetzes am 11. September 1954. Die erste öffentliche Sitzung des Bundessozialgerichts fand am 23. März 1955 statt.

Denkmalgeschützter Monumentalbau im neoklassizistischem Stil

Der monumentale Gebäudekomplex wurde von 1936 bis 1938 als Wehrkreisdienstgebäude und Generalkommando erbaut. Die Vierflügelanlage mit verlängertem Nordflügel ist um einen quadratischen Innenhof gruppiert und wurde im neoklassizistischem Stil nach Plänen von Ernst Wendel errichtet.

Der Bau enthält mit dem repräsentativen Pfeilerportikus mit vorgelagerter Außentreppenanlage, dem Marmorfoyer und -treppenhaus (ehemaliger Eingangsbereich) sowie mit dem Ehrenhof mit Pfeilerkollonaden und der Fahnenhalle (heutiger Eingangsbereich) typische Elemente der öffentlichen Architektur im Nationalsozialismus.

Im 2. Weltkrieg kaum zerstört, wurde das weitläufige Gebäude zunächst als amerikanisches Militärhospital genutzt bevor 1951 das Grenzschutzkommando West einzog. Im Mai 1954 nahmen das Bundesarbeitsgericht und im September 1954 das Bundessozialgericht ihre Arbeit auf. In diesem Zeitraum wurde das Gebäudeinnere für Gerichtszwecke hergerichtet.

1999 wurde das Bundesgrenzschutzpräsidium nach Fuldatal verlegt und das Bundesarbeitsgericht zog in einen Neubau nach Erfurt um. Seitdem nutzt das Bundessozialgericht die Liegenschaft allein. Der in eine Grünanlage eingebettete Gebäudekomplex steht aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen als Gesamtensemble unter Denkmalschutz.

Führungen für Gruppen werden angeboten

In den Jahren 2008 bis 2009 wurde das Gebäude saniert und modernisiert. Dabei wurde der Eingangsbereich nach Süden - zur Wilhelmshöher Allee hin - verlegt und im Innenhof ein neuer Sitzungssaal - benannt nach der Kasseler Juristin Elisabeth Selbert - errichtet. (Foto)

Auf Anfrage bietet das Bundessozialgericht Besichtigungen für Gruppen an. Die Gruppen sollten mindestens 10 maximal 30 Personen umfassen.

Richten Sie Ihre schriftliche Anfrage an die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundessozialgerichts oder schreiben Sie eine E-Mail an: pressestellebsg.bundde

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