Stiftung Brückner-Kühner

Literaturzentrum für Komik, Poesie und Sprachkunst

Das Kasseler Dichterpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner gründete die Stiftung 1984, die ihre Geschäftsstelle im authentisch erhaltenen Wohnhaus der beiden Schriftsteller hat. Das Haus ist als kleines Literaturmuseum zugänglich. Als Literaturzentrum forscht die Stiftung zu den Themen Komik, Poesie, Sprachkunst und zu Leben und Werk der Stifter. Das Festival „Komische Woche“ findet regelmäßig statt und Humorforschung hat hier einen festen Ort. Im Bereich der Sprachkunst entwickelt die Stiftung Forschungs‐ und Veranstaltungsprojekte. Im Zentrum stehen Ausstellungen, die vor allem im Kasseler Kunsttempel gezeigt werden.

Die gemeinnützige Stiftung Brückner-Kühner wurde 1984 von den Schriftstellern Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner ins Leben gerufen. Das bescheidene Ehepaar (beide 1921–1996) hinterließ seinen Nachlass und sein Vermögen der Stiftung. Als Literaturzentrum ist sie mit Lesungen, Ausstellungen, Kolloquien und Publikationen vor allem in drei Arbeitsbereichen tätig:

Logo der Stiftung Brückner-Kühner
  • Die Stiftung engagiert sich für das literarisch Komische, sofern es künstlerisch hochwertig gestaltet oder wissenschaftlich untersucht wird. Insbesondere wird seit 1985 zusammen mit der Stadt Kassel der  „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ vergeben. Darüber hinaus werden regelmäßig das Festival „Komische Woche“ sowie Projekte zur Humorforschung durchgeführt.
  • Ein zweiter Bereich widmet sich der poetischen Sprachkunst im In- und Ausland mit Ausstellungen, Lesereihen und Symposien. In Kassel gibt es dabei eine enge Verbindung und Zusammenarbeit mit dem  Kunsttempel. Die Ausstellungsräume befinden sich im  Palais Bellevue. 
  • Ein drittes Arbeitsfeld gilt der Erinnerung an Werk und Leben der Stifter. Das Wohnhaus ist als  „Dichterhaus Brückner-Kühner“ zugleich Museum, Archiv und Sitz der Stiftung.
  • Das jüngste Projekt sind die  "Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen", das am 10. Dezember - Tage der Menschenrechte und Geburtstag von Christine Brückner - sechs Rednerinnen die Möglichkeit gibt, vor großem Publikum im Rathaus eine fulminante Rede zu halten.

Der Stiftungsrat

Die Stiftung ist eine selbstständige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Vorstand ist der Magistrat der Stadt Kassel.
Der Stiftungsrat berät die inhaltlichen Richtlinien der Stiftungsarbeit und bestimmt als Jury die Personen, die mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet werden.

Dem Stiftungsrat gehören derzeit an:

  • Friederike Emmerling (Vorsitzende, Leitung S. Fischer Theaterverlag, Frankfurt am Main)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Pape (Universität Köln)
  • Dr. Nils Jablonski (Literaturwissenschaftler, Universität Hagen)
  • Sandra Kegel (Ressortleiterin des Feuilletons der FAZ, Frankfurt am Main)
  • Saskia Wagner (Leitung und Geschäftsführung der Caricatura Galerie für Komische Kunst Kassel)
  • Christian Maintz (Literaturwissenschaftler und Dichter, Hamburg)
  • Prof. Dr. Uwe Wirth (Literaturwissenschaftler, Universität Gießen)
  • Dr. Friedrich W. Block (Literaturwissenschaftler)
  • Letzter Preisträger des Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor - jeweils für ein Jahr

Geschäftsführerin der Stiftung ist Julia Blando.

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