Der Aschrott-Brunnen von Horst Hoheisel

Über das Kunst-Werk

Der Aschrott-Brunnen ist ein Kunst-Werk
von dem Künstler Horst Hoheisel.
Das Kunst-Werk wurde auf der Kunst-Ausstellung
documenta 13 gezeigt.
Das war in dem Jahr 2012.
Die Menschen können sich das Kunst-Werk immer noch anschauen.

Künstler und Künstlerinnen sind Menschen,
die Kunst-Werke machen. Das sind zum Beispiel:

  • gemalte Bilder oder Fotos,
  • Figuren aus Stein oder aus Holz
  • oder besondere Veranstaltungen.

Bei einer Kunst-Ausstellung
werden viele verschiedene Kunst-Werke gezeigt.
Die Menschen können sich die Kunst-Werke anschauen.

Die documenta ist eine wichtige Kunst-Ausstellung in der Stadt Kassel.
Diese Kunst-Ausstellung wird alle 5 Jahre neu gemacht.

Vor vielen Jahren gab es einen großen Brunnen
vor dem Rathaus in der Stadt Kassel.
Der Brunnen war 12 Meter hoch.
Ein Teil davon war ein großer Obelisk aus Stein.

Ein Obelisk ist ein hoher Turm. 
Er ist zum Beispiel aus Stein oder Beton.
Der Turm hat eine Spitze.
Diese Spitze zeigt nach oben.

Der Brunnen wurde im Jahr 1908 gebaut.
Ein reicher jüdischer Mann hat den Brunnen bezahlt.
Sein Name war: Sigmund Aschrott.

Im Jahr 1939 haben die Nazis den Brunnen kaputt-gemacht.
Denn die Nazis haben alle jüdischen Menschen gehasst.
Deshalb haben sie Vieles kaputt-gemacht,
was jüdische Menschen auf-gebaut hatten.
Und sie haben sehr viele jüdische Menschen getötet.

Jüdische Menschen sind zum Beispiel Menschen,
die an den Gott Jahwe glauben.
Aber es gibt noch viele andere Menschen,
die zu dieser Gruppe dazu-gehören.

Die Nazis waren eine Gruppe.
Vom Jahr 1933 bis zum Jahr 1945
haben sie alles in Deutschland bestimmt.
Die Nazis haben in dieser Zeit sehr viele Menschen getötet.

Den Brunnen gab es viele Jahre nicht mehr. 
Das war vom Jahr 1939 bis zum Jahr 1987 so.
Dann hat der Künstler Horst Hoheisel den Brunnen neu gebaut.
Aber er hat etwas besonderes gemacht.
Er hat den Brunnen in den Boden ein‐gebaut.
Das bedeutet:
Der neue Brunnen sieht aus wie ein Loch im Boden.
Und das Wasser fließt durch dieses Loch nach unten.

Der neue Brunnen ist ein Denkmal. 
Dieses Denkmal soll zeigen:
Der Brunnen ist ein Teil von der Geschichte von Kassel.
Aber dieser Teil fehlt.
Denn die Nazis haben diesen Teil für immer kaputt‐gemacht.
Kein Mensch soll das vergessen.

Ein Denkmal ist zum Beispiel:

  • ein besonderer Ort
  • oder ein besonderes Haus.

Dort können die Menschen hin-gehen,
um sich an etwas Bestimmtes zu erinnern.

Über den Künstler

Wer war Horst Hoheisel?

Horst Hoheisel hat den Aschrott-Brunnen neu gebaut.
Er ist 1944 in der Stadt Posen geboren.
Die Stadt Posen liegt im Land Polen.
Er hat bei der documenta 13 mitgemacht.

Horst Hoheisel macht Kunst.
Er macht Negativ-Denkmale.
Das sind besondere Denkmale.
Sie erinnern an den Nationalsozialismus.
Sie heißen Erinnerungs-Zeichen.
Die Denkmale werden auf den Kopf gestellt.
Und in den Boden versenkt.
Deshalb kann man die Denkmale nicht sehen.

Über die documenta 13

Die documenta 13 war im Jahr 2012.
In der Ausstellung werden
viele Probleme von dieser Welt gezeigt.

Die documenta 13 soll an schwierige Zeiten in der Geschichte erinnern.
In der Zeit sind viele Sachen kaputt‐gegangen.
Zum Beispiel in der Stadt Kassel.
Aber die documenta 13 soll auch zeigen:
Es fangen immer wieder viele neue Sachen an.

Bei der documenta 13 geht es nicht nur um Kunst‐Werke.
Sondern zum Beispiel auch darum:
Was die Menschen über viele Sachen wissen.

Die documenta 13 gibt keine festen Antworten.
Sie sagt nicht: Was richtig oder falsch ist.
Denn jeder Mensch kann selbst darüber nach‐denken:
Was bestimmte Sachen für ihn bedeuten.

Bei der documenta 13 sind nicht nur die Menschen wichtig.
Sondern auch um die Welt um uns herum.

Über die künstlerische Leitung

Carolyn Christov‐Bakargiev war die künstlerische Leitung.
Die künstlerische Leitung ist:

  • ein Mensch 
  • oder eine Gruppe.

Die künstlerische Leitung macht zum Beispiel den Plan
für die documenta.
Und sie überlegt gemeinsam mit anderen Fach‐Leuten,
welches Thema die documenta haben soll.

Carolyn Christov‐Bakargiev

Der Name wird so aus‐gesprochen:
Ke ro lin  Kris toff – Ba kar gi ef.
Sie kommt aus dem Land USA.

Carolyn Christov‐Bakargiev hat sich 2 Wörter
für die documenta 13 überlegt.
Das waren die Wörter: Zusammenbruch und Neubeginn.

Zusammenbruch bedeutet:
Etwas Altes geht kaputt.
Oder es hört auf.

Neubeginn bedeutet:
Es fangen immer wieder viele neue Sachen an.

Wer die Texte in Leichter Sprache geschrieben hat

Der Text in Leichter Sprache wurde geschrieben und geprüft von: 
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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Kassel; Foto: Nils Klinger
  • Stadt Kassel; Quelle: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel; Foto: Stadtarchiv
  • Stadt Kassel; Quelle: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel; Quelle: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • Stadt Kassel; Foto: Internetredaktion
  • Stadt Kassel; Quelle: Adobe Stock; Foto: FryArt; Generiert mit KI
  • Stadt Kassel; Quelle: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
  • documenta archiv; Foto: Ryszard Kasiewicz